Zurück zur Übersicht
Die Geschichte hat gezeigt: Nordkorea kann man nicht trauen
Die Geschichte hat gezeigt: Nordkorea kann man nicht trauen

Das Argument in Kürze:

Nordkoreas Versprechen, das Atomprogramm zu beenden, kann man nicht trauen, findet der Journalist Brian Barrett. Das zeige ein Blick in die Geschichte, schreibt er auf WIRED. Nordkorea habe in den vergangenen Jahrzehnten schon oft von Denuklearisierung gesprochen. Aber nie habe die Regierung wirklich etwas unternommen, um die Pläne umzusetzen. Kims neuste Versprechungen seien also nichts anderes als abgedroschene Rhetorik.

Nordkorea hat schon sechsmal Denuklearisierung versprochen

Wie auch viele andere Kommentatoren findet Barrett dass das Abkommen mit Nordkorea vor allem für die USA schlecht sei: Trump gebe militärische Präsenz in Südkorea auf, während Kim Jong-Un lediglich ein vages Versprechen zur Denuklearisierung einräume. Barrett begründet sein Argument historisch. Er stellt eine detaillierte Liste auf, die für die Zeit von 1985 bis 2012 aufzählt, wann Nordkorea schon das gleiche Versprechen abgegeben hat (sechs Mal insgesamt!). Die Umsetzung scheiterte jedoch wieder und wieder. Barrett zieht daraus den Schluss, dass die Entwicklungen zwischen Trump und Kim keineswegs neu seien. Und Nordkorea einfach weitermache wie bisher.

„Es ist nicht das erste Mal, dass Nordkorea versprochen hat, von seinen nuklearen Bestrebungen abzusehen. Noch ist es das zweite Mal, oder das dritte. Das Angebot ist in den letzten Jahrzehnten immer wieder aufgetaucht, mit überraschender Regelmäßigkeit. Und es hat sich bisher nie weiter entwickelt.“

Warum wir den Beitrag empfehlen:

Barretts Beitrag bildet ein spannendes Gegengewicht zu dem Artikel von Joel Wit, den wir ebenfalls in unserer Debatte empfehlen. Genau wie Wit betrachtet Barett die Gespräche zwischen Trump und Kim Jong-Un in einem größeren, historischen Kontext. Dabei kommt er jedoch zu einer komplett gegenteiligen Schlussfolgerung. Die beiden Texte verdeutlichen, wie komplex die Debatte ist und wie unterschiedlich historische Gegebenheiten interpretiert werden können.

Dieser Beitrag wird empfohlen von: Stephanie Berens.

Wer steckt dahinter?

Brian Barrett
Kommt aus:New York
Arbeitet für/als:Redakteur bei WIRED
Was Sie noch wissen sollten:WIRED wurde 1993 gegründet und ist ein US-amerikanisches Technologie-Magazin. Neben Technologie befasst es sich auch mit Netzkultur, Architektur, Design und Politik. Barrett twittert unter @brbarrett.
Lies The Buzzard ab sofort in deinem E-Mail Postfach. Nein danke

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.