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Kolumbiens neuer Präsident gefährdet den Frieden im Land
Kolumbiens neuer Präsident gefährdet den Frieden im Land
Link zum Originalbild | Urheber:AlCortés | Wikimedia Commons | CC BY-SA 2.0

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Guten Morgen,

seit vorgestern steht das Ergebnis der kolumbianischen Präsidentenwahl fest. Gewonnen hat Iván Duque Márquez, der Kandidat der rechtsgerichteten Partei „Centro Democrático“ (Demokratisches Zentrum). Was vielen Medien hier maximal eine Meldung Wert ist, hat für die Kolumbianer große Bedeutung. Vor allem im Bezug auf die langwierigen Friedensverhandlungen mit den FARC-Rebellen dürfte sich in dem lateinamerikanischen Land einiges ändern.

Denn mit der Wahl haben die Kolumbianer auch über den Friedensvertrag abgestimmt, den der vorige kolumbianische Präsident Juan Manuel Santos mit den linksgerichteten Rebellen geschlossen hatte. Ende 2016 hatte er für seine Bemühungen den Friedensnobelpreis erhalten. Doch was international gefeiert wurde, war unter der kolumbianischen Bevölkerung sehr umstritten. In einem Referendum hatten die Kolumbianer eine erste Version des Vertrages knapp abgelehnt. Über den leicht veränderten Vertrag, der danach in Kraft trat, wurde nicht abgestimmt.

Der neu gewählte Präsident Duque hat sich damals auch mit der „Nein“-Kampagne gegen das Referendum einen Namen gemacht. Vor einem Jahr hatte seine Partei angekündigt, den Friedensvertrag „in Fetzen zu zerreißen“, sollte sie die Präsidentschaftswahlen gewinnen. Obwohl wahrscheinlich ist, dass Duque so weit nicht gehen wird, kündigte er vor Kurzem in einem Interview signifikante Veränderungen für den Vertrag an. Das könnte dazu führen, dass die FARC den Vertrag aufgibt.

Rein rechtlich ist der neue Präsident verpflichtet, sich an die allgemeinen politischen Bedingungen des Friedensvertrages zu halten – jede Veränderung würde eine Reform der Konstitution voraussetzen. Dennoch: Duque blickt auf einen für ihn günstigen Kongress und könnte die nötigen Mehrheiten erreichen, um bestimmte Aspekte der Vereinbarung zu verändern. Ein Frieden, der bereits fragil ist, steht auf der Kippe.“

Hier entlang zum Originalbeitrag.

Jeden Montag- bis Freitagmorgen um 7 Uhr erscheint an dieser Stelle der Perspektivwechsel am Morgen. Hier finden Sie täglich einen Artikel, der zu einem aktuellen Thema eine alternative Sichtweise bietet. Zudem finden Sie in unserem Archiv zahlreiche Debattenübersichten zu den wichtigen politischen Themen unserer Zeit.

Wer steckt dahinter?

Alisa Sonntag
Kommt aus:Ursprünglich aus dem Raum Chemnitz, aktuell in Leipzig.
Politische Position:Arbeitet bei THE BUZZARD, weil sie möglichst viele Menschen ermutigen möchte, die eigene Filterblase ab und an mal zu verlassen.
Arbeitet für/als:Studiert in Halle an der Saale "Multimedia und Autorschaft" und "International Area Studies" im Master. Arbeitet unter anderem für The Buzzard, die Mitteldeutsche Zeitung und die Freie Presse Chemnitz als freie Journalistin.
Was Sie noch wissen sollten:Hat ihr Bachelorstudium in Politik- und Kommunikationswissenschaften abgeschlossen.
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