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Fußball verdrängt alle anderen Sportarten aus dem TV
Fußball verdrängt alle anderen Sportarten aus dem TV

Das Argument in Kürze:

Fußball nimmt im Fernsehen eine viel zu dominante Stellung ein, schreibt der Journalist Jens Hungermann für die WELT. Dabei könnten die Zuschauer sich durchaus auch für andere Sportereignisse begeistern, wie zum Beispiel die Olympischen Spiele.

Auch andere Sportarten sollten live übertragen werden

2014 war die Empörung groß, als die Volleyball-Weltmeisterschaft nicht live im deutschen Fernsehen übertragen wurde. Hungermann argumentiert, dass öffentlich-rechtliche Sender einen Programmauftrag hätten und sich bei der Erstellung ihres Programms nicht nur Quoten und Marktanteilen beugen sollten. Der Fußball bekomme nur deshalb so gute Quoten, weil er auch die besten Programmplätze erhalte – eine selbsterfüllende Prophezeiung. Doch die Zuschauer wären auch für andere Sportarten begeisterungsfähig: Das zeigten die Olympischen Spiele, die auch sehr hohe Einschaltquoten verbuchen würden. Außerdem sei eine größere Vielfalt des Sportprogramms wichtig, um Jugendlichen sportliche Vorbilder zu zeigen und sie selbst zum Sport zu motivieren.

„Fußball hingegen erhalte die besten Programmplätze, ‚hat daher auch die besten Quoten. Und wenn Quote gleichsam als demokratische Abstimmung verstanden wird, dann hat er das Spiel gewonnen.’ Dann habe man es mit einer selbsterfüllenden Prophezeiung zu tun.“

Warum wir den Beitrag empfehlen:

Weniges gehört so eng zusammen wie Fußball und Fernsehen. Hungermann lässt viele Stimmen zu Wort kommen: Trainer und Sportverbände über Politiker bis hin zu Sprechern der öffentlich-rechtlichen Sender selbst. Damit zeigt er die volle Bandbreite der Debatte um die Dominanz des Fußballs im TV. Am Schluss gibt der Autor einen Tipp für Zuschauer, die gerne mehr Vielfalt im Programm sehen würden.

Dieser Beitrag wird empfohlen von Stephanie Berens.

Wer steckt dahinter?

Jens Hungermann
Kommt aus:Deutschland
Arbeitet für/als:Journalist
Was Sie noch wissen sollten:Hungermann schrieb 12 Jahre lang für die WELT sowie die WELT AM SONNTAG. Seit 2017 ist er Chefredakteur des Fachmagazins PRESSESPRECHER, das über die deutsche Kommunikationsszene berichtet.
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