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Es ist gut, dass Fußball mächtig ist, denn er überwindet gesellschaftliche Schranken
Es ist gut, dass Fußball mächtig ist, denn er überwindet gesellschaftliche Schranken
( Link zum Originalbild | Urheber:Marco Verch | Flickr | CC BY 2.0 )

Das Argument in Kürze:

Der Fußball ist ein einzigartiger Sport und hat deshalb auch das Recht, einen dominanten Platz in der Gesellschaft einzunehmen, findet die Regisseurin Ute Wieland. Fußball schaffe nicht nur Gruppenzugehörigkeit und Identität, sondern könne auch kulturelle und gesellschaftliche Grenzen überwinden.

Der Fußball erzählt eine universelle Geschichte

Mit dem Fußball ist es ähnlich wie beim Film, schreibt Wieland für TAGESSPIEGEL CAUSA. Fußball sei wie ein Blockbuster, der genau deshalb so erfolgreich ist, weil er eine universelle Geschichte erzählt. Eine Geschichte, mit der sich jeder identifizieren könne: Egal wo er herkommt, wie gebildet oder reich er ist und welche politischen Einstellungen er hat. Arthouse-Filme, genauso wie andere Sportarten, seien natürlich auch großartig und hätten eine wichtige kulturelle Bedeutung. Aber sie schaffen eben doch nicht das, was der Fußball kann: Menschen über nationale und gesellschaftliche Grenzen hinaus vereinen, Identität und Gemeinschaftserlebnis schaffen.

„Fußball ist eine shakespearsche Theaterinszenierung, mit Helden und Wendungen, großen Dramen und Leidenschaften. Zeitlos wie die griechischen Tragödien. Es ist schlicht ‚das Theater der Welt.’ Und zudem – unberechenbar. Fußball ist der große Blockbuster unter den Sportarten.“

Warum wir den Beitrag empfehlen:

Fußball ist oft emotional. Deshalb empfehlen wir diesen sehr emotional geschriebenen Beitrag von Wieland. Begeistert bekennt sie sich zu „ihrer“ Mannschaft („Eisern Union!“) und besinnt den Leser auf das angeblich Ursprüngliche und Natürliche des Sports: „Das Archaische – der Ball als Gewehrkugel, die Jagd, sublimierte Kämpfe und Kriege auf dem Schlachtfeld Fußballplatz – steckt in uns allen.“ Wielands Vergleich von Fußball und Film ist überraschend – und bringt vielleicht auch Nicht-Fußballfans näher, welche große kulturelle und gesellschaftliche Bedeutung dieser Sport hat.

Dieser Beitrag wird empfohlen von Stephanie Berens.

Wer steckt dahinter?

Ute Wieland
Kommt aus:Deutschland
Arbeitet für/als:Autorin und Regisseurin
Was Sie noch wissen sollten:Wieland studierte Regie an der Hochschule für Film und Fernsehen in München und lehrt als Gastdozentin an verschiedenen Filmhochschulen in Deutschland und USA. Zu ihren Filmen gehören unter anderem „Im Jahr der Schildkröte“, „Tigermilch“ und „FC Venus – Frauen am Ball“. Wieland bezeichnet sich selbst als eisernen Fan des 1. FC Union Berlin.
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