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Fußball kann zu Krieg führen
Fußball kann zu Krieg führen

Das Argument in Kürze

Der Politikwissenschaftler Andrew Bertoli behauptet, dass Fußball so mächtig ist, dass er Kriege auslösen kann. Im Interview mit ZEIT ONLINE erklärt er, die Sportart nehme großen Einfluss auf Politiker und Menschen, leider nicht nur positiven. Die Teilnahme an einem sportlichen Großevent stärke den Nationalismus einzelner Länder, was wiederrum zu Spaltung und Konflikten führe.

WM-Teilnahme steigert Aggressivität einer Nation

Bertolis Aussagen können im ersten Moment stutzig machen. Mit einer eigens durchgeführten Studie zeigt er, dass Länder, die sich für die Weltmeisterschaft qualifizierten, aggressiver auftreten als solche, die an der Qualifikation scheiterten. Das führt laut Bertoli zu der Annahme, Fußball könne Konflikte auslösen und zum Krieg verleiten. Nichtdemokratische Länder seien von diesem Phänomen stärker betroffen. Problematisch sei, dass Funktionäre und Politiker die fußballerischen Aktivitäten des eigenen Landes sehr ernst nehmen. So könne es passieren, dass sportliche Auseinandersetzungen zu ernsthaften Krisen zwischen zwei Nationen führen. Beispielsweise sieht Bertoli in den Auseinandersetzungen zwischen serbischen und kroatischen Fußballfans im Mai 1990 einen Vorläufer des Jugoslawienkrieges. Ein noch brisanteres Beispiel sei der sogenannte Fußballkrieg zwischen Honduras und El Salvador 1969. Während der Qualifikationsspiele zur WM 1970 kam es zu Ausschreitungen zwischen den Fans der jeweiligen Fußballnationalmannschaften.

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