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Wie das Putin-Interview zustande kam
Wie das Putin-Interview zustande kam

Der tägliche Blick über den Tellerrand mit The Buzzard.

Guten Morgen,

das Putin-Interview von Armin Wolf von vergangenem Montag ist längst viral gegangen. Anlässlich des Österreich-Besuchs von Putin war der ORF-Journalist Wolf vorab aus Wien nach Moskau gereist. Während die russischen Reaktionen auf das Gespräch eher gemischt waren und vor allem kritisiert wurde, der Journalist habe Putin zu oft unterbrochen, kam von zig internationalen Russlandkorrespondenten Lob in höchsten Tönen. Etwa via Twitter aus Deutschland von Golineh Atai (ARD) und aus Großbritannien von Shaun Walker (The Guardian). Der New-York-Times-Korrespondent Ivan Nechepurenko befand: „Das ist eines der spektakulärsten Interviews mit Putin seit Langem.“ Meedia bezeichnet es gar als „journalistisches Lehrstück“.

Wolf sei extrem gut vorbereitet in das Gespräch gegangen, so der Tenor, und habe den russischen Präsidenten höchst professionell und investigativ befragt.

Eigentlich sollte das selbstverständlich sein, aber Interviews mit Staatschefs sind in der Regel extrem schwierig: Politiker formulieren Worthülsen, die sie unangreifbar machen sollen oder streichen provokante oder polarisierende Aussagen bei der anschließenden Autorisierung einfach ersatzlos. Dagegen kann ein Journalist zwar protestieren, veröffentlichen kann er die ungewünschten Zitate aber nicht mehr – zumindest wenn die Autorisierung des Interviews explizit vereinbart wurde.

Armin Wolf hat sich auf seinem Blog selbst zu den Umständen des Gesprächs mit Vladimir Putin geäußert. Sein Text gibt einen guten Einblick darüber, wie er sich vorbereitet hat und bietet eine kurze und prägnante Analyse von Putins Antwortstrategie. Hier nimmt Wolf zudem Stellung zum Vorwurf, er habe Putin zu oft unterbrochen.

Hier entlang zum Originalartikel.

Jeden Montag- bis Freitagmorgen um 7 Uhr erscheint an dieser Stelle der Perspektivwechsel am Morgen. Hier finden Sie täglich einen Artikel, der zu einem aktuellen Tagesthema eine alternative Sichtweise bietet. Eine große Debattenübersicht zu Russland haben wir zur Frage „Braucht Russland Putin?“ zusammengestellt.

Wer steckt dahinter?

Clara Lipkowski
Kommt aus:Gebürtig aus Essen, aktuell in Bayern
Arbeitet für/als:Freie Journalistin
Was Sie noch wissen sollten:Lebte studiumsbedingt in Düsseldorf, Berlin und St. Petersburg. Nun berufsbedingt in München. Interessiert am politischem Weltgeschehen, Sprachen, Kultur und der russischen Weite.
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