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Kostenloser Nahverkehr ist sehr schwierig zu finanzieren
Kostenloser Nahverkehr ist sehr schwierig zu finanzieren

Das Argument in Kürze:

Kostenloser Nahverkehr funktioniert nicht, denn er ist schlicht zu teuer, schreibt der Journalist Christian Sywottek für BRAND EINS. Der Bund könne die Kosten nicht decken und die Kommunen selbst schon gar nicht. Deshalb habe kostenloser Nahverkehr bisher auch nur in Städten funktioniert, deren System schon vorher schlecht finanziert war.

Fehlende Einnahmen können nicht gedeckt werden

Sywottek schreibt, dass Kommunen bundesweit im Jahr 2016 zwölf Milliarden Euro durch den Verkauf von Fahrkarten eingenommen hätten. Sollte der Nahverkehr gratis angeboten werden, würde diese Summe den Verkehrsgesellschaften fehlen. Weil dann auch mehr Menschen den ÖPNV nutzen würden, müsse man weitere fünf Milliarden Euro für Investitionen dazurechnen.

Der Bund könne diese Kosten nicht decken, also bleiben laut Sywottek zwei Möglichkeiten: Die Kommunen müssten kostenlosen Nahverkehr aus dem eigenen Haushalt finanzieren – jedoch fehle den Städten und Gemeinden oft schon das Geld, um ihren Pflichtaufgaben nachzukommen. Die Alternative sei eine Nahverkehrsabgabe, an der sich Bürger und Unternehmen beteiligen. Das Problem hierbei sei, dass jeder zahlen müsse. Auch Menschen, die den ÖPNV nicht nutzen. Je nach Stadt würde dieser Beitrag unterschiedlich viel kosten. In Berlin beispielsweise 50 bis 60 Euro, in Köln 29 Euro monatlich. Solche Abgaben sind jedoch – wie auch der Rundfunkbeitrag – sehr umstritten.

„So trifft die Idee auf viele Hindernisse. Auch deshalb wurde sie bislang vor allem von Städten umgesetzt, deren Nahverkehrssystem zuvor miserabel finanziert war, die Verluste also überschaubar blieben.“

Warum wir den Beitrag empfehlen:

Viele Kommentatoren halten kostenlosen Nahverkehr für zu teuer – kaum jemand macht sich jedoch wie Sywottek die Mühe, genau zu erklären, warum. Sywottek kritisiert noch weitere Punkte an der Idee – wer sich dafür interessiert, sollte den ganzen Artikel lesen.

Dieser Beitrag wird empfohlen von Stephanie Berens.

 

Wer steckt dahinter?

Christian Sywottek
Kommt aus:Köln
Arbeitet für/als:Freier Journalist
Was Sie noch wissen sollten:Sywottek schreibt unter anderem für die Wirtschaftszeitschrift Brand eins, GEO Epoche und GEO Wissen, Cicero Online und die „Wirtschaftsplattform Irak“.
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