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Das Problem ist nicht die (lange) Arbeitszeit, sondern deren Erfassung.
Das Problem ist nicht die (lange) Arbeitszeit, sondern deren Erfassung.
( Link zum Originalbild | Urheber: rawpixel.com | Pexels | Pexels Lizenz )

Der tägliche Blick über den Tellerrand mit The Buzzard.

Guten Morgen,

wie und vor allem wie viel arbeiten wir in Zukunft? Anders als die provokante Überschrift („Warum Pausenzeiten in die Tonne gehören“) suggeriert, geht es in dem Beitrag von T3N-Redakteurin Alexandra Vollmer nicht darum, dass mehr gearbeitet werden müsse. Sie schreibt stattdessen über die „Überwachung“ der Arbeitnehmer durch althergebrachte Arbeitszeitregelungen und sprach dazu mit André Corterier, heute Referatsleiter bei der Europäischen Zentralbank, über seine Erfahrungen, da er international in seiner Laufbahn immer wieder mit unterschiedlichen Varianten der Arbeitszeiterfassung konfrontiert war.

Als Grundgedanke steht dabei: Als Arbeitszeit gilt die Leistungszeit – und nicht die an einem bestimmten Arbeitsort verbrachten Stunden. Denn Anwesenheit im Büro beispielsweise bedeutet nicht gleich Produktivität: „Wir messen die falsche Sache, wenn wir die physische Anwesenheit messen“, so Corterier. Wenn man sich von der Vorstellung gelöst habe, dass Arbeit zu bestimmten Zeiten oder an einem bestimmten Ort erledigt werden muss, könnte sich auch die Produktivität der Mitarbeiter besser entfalten – ganz ohne starre Zeiterfassung.

Der Einwand, es werde immer einige „schwarze Schafe“ geben, die diese Freiheit ausnutzen, führt laut André Corterier in die Irre. Wichtiger sei, dass die Mitarbeiter ein gemeinsames Ziel hätten, auf das sie zusammen hinarbeiten. Wenn diese Freiheit doch jemand zum faulenzen nutze, dann liege primär ein Motivationsproblem vor, erklärt er gegenüber dem Branchen-Magazin:

„Wenn ich nicht durch meine eigene Motivation gesteuert arbeiten kann, dann kann ich auch keine eigene Motivation entwickeln. Dann arbeite ich nur des Drucks wegen.“

Hier entlang zum Originalartikel.

Jeden Montag- bis Freitagmorgen um 7 Uhr erscheint an dieser Stelle der Perspektivwechsel am Morgen. Hier finden Sie täglich einen Artikel, der zu einem aktuellen Tagesthema eine alternative Sichtweise bietet. Der Frage „Brauchen wir kürzere Arbeitszeiten?“ widmet sich übrigens auch unsere aktuelle Wochendebatte.

Wer steckt dahinter?

Frank Kaltofen
Kommt aus:Immer Thüringer gewesen, jetzt in Leipzig
Arbeitet für/als:Redakteur in verschiedenen Kontexten
Was Sie noch wissen sollten:Studierter Politikwissenschaftler und jetzt Schreiberling. Interessiert an Menschen und ihren Geschichten. Schreibt seit 2007, am liebsten über Kulturelles & Zeitgeschichtliches.
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