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Angela Merkel ist genauso ein Alleingänger wie Donald Trump
Angela Merkel ist genauso ein Alleingänger wie Donald Trump
( Link zum Originalbild | Urheber: dianakuehn30010 | Pixabay | CC0 Public Domain )

Der tägliche Blick über den Tellerrand mit The Buzzard.

Guten Morgen,

„America First“, das war schon im Wahlkampf US-Präsident Trumps erklärtes Ziel. Der Ausstieg der Vereinigten Staaten aus dem Atom-Abkommen mit dem Iran ist die jüngste Folge seines Leitsatzes – und hat in den letzten Wochen von vielen Seiten heftige Kritik geerntet. Darunter auch von der deutschen Bundeskanzlerin: Auf dem Katholikentag in Münster sprach Angela Merkel sich entschieden gegen Trumps Alleingänge aus, die dem Multilateralismus schaden und die Gültigkeit internationaler Verträge in Frage stellen würden.

Mit dieser Meinung ist die Kanzlerin nicht allein. Die Journalistin Frauke Steffens schreibt in der FAZ, dass Trump sowohl beim Ausstieg aus dem Iran-Deal als auch bei der Aufkündigung des Klimaschutzabkommens nicht nur gegen den Willen der Europäischen Union, sondern auch gegen den der US-amerikanischen Bevölkerung handelte. Nur 29 Prozent hätten Trumps Entscheidung unterstützt. Selbst manche Republikaner wären gegen den Ausstieg gewesen. Nicht nur bei diesen beiden Verträgen, auch im Umgang mit Nordkorea hat Trump bereits angekündigt, die Sache notfalls im Alleingang zu regeln, falls China nicht mitspiele, wie Der TAGESSSPIEGEL schreibt.

Doch ist Trump der einzige, der Politik im Alleingang betreibt? Der Journalist Christoph Schwennicke schreibt auf CICERO ONLINE, dass Angela Merkel selbst ähnlich wie Trump eine „Germany First“-Strategie verfolge. Das beste Beispiel dafür sei die Grenzöffnung vom Sommer 2015 bis zum Frühjahr 2016: „Bis auf anfänglich Österreich und Schweden stand kein einziges EU-Land hinter diesem Alleingang. Und das Dublin-Abkommen, ein supranationales Abkommen, wurde in Wort und Tat ignoriert.“ Die derzeitige Krise in Europa gehe also auf Merkels Kappe und zeige die Folgen genau dieses Vorgehens, das die Kanzlerin bei Trump kritisiert hat.

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Jeden Montag- bis Freitagmorgen um 7 Uhr erscheint an dieser Stelle der Perspektivwechsel am Morgen. Hier finden Sie täglich einen Artikel, der zu einem aktuellen Tagesthema eine alternative Sichtweise bietet. In unserem Archiv finden Sie darüber hinaus Debattenübersichten zu den wichtigen politischen Themen unserer Zeit.

Wer steckt dahinter?

Stephanie Berens
Kommt aus:Deutschland
Politische Position:Versteht sich als Feministin und interessiert sich für Gender und Queer Studies.
Arbeitet für/als:Studiert Amerikanistik im Master an der LMU München und ist Redakteurin bei The Buzzard.
Was Sie noch wissen sollten:Schreibt für das Münchner Studentenmagazin „unikat“ und hat bei The Buzzard sowie bei der Sedona Red Rock News in den USA Praktika absolviert.
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