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Der Iran versucht nicht nur den Nahen Osten zu destabilisieren, sondern auch Nordafrika
Ist der Iran wirklich eine Gefahr für den Nahen Osten?

Der tägliche Blick über den Tellerrand mit The Buzzard.

Guten Morgen,

Nachdem US-Präsident Donald Trump vergangene Woche den Ausstieg der USA aus dem Iran-Deal verkündete, muss die Europäische Union nun wieder an den Verhandlungstisch. Sechzig Tage haben die Politiker Zeit – bis dahin will die Regierung in Teheran wissen, ob das Atom-Abkommen auch nach dem US-Austritt fortbesteht. Währenddessen verbreitet sich weiterhin die Sorge um die aggressive Politik des Irans.

Im Deutschlandfunk warnt der Politikwissenschaftler Stephan Grigat davor, dass Europa sich von der iranischen Diktatur zu viel vorschreiben lässt. Stattdessen sei jetzt der Zeitpunkt, um Bedingungen zu stellen und die Opposition des Regimes zu unterstützen. Den Iran-Deal hält Grigat schon seit seiner Entstehung für eine schlechte Idee: „Dieser Deal hat es dem Regime ermöglicht, eine viel aggressivere Außenpolitik zu betreiben, als das vorher schon der Fall gewesen ist.“ Dagegen argumentiert der arabische Nachrichtensender Al Jazeera, dass die Gefahr des Irans im Nahen Osten geringer ist als zunächst angenommen. Auch das Think Tank „Carnegie Endowment for International Peace“ hält den tatsächlichen Einfluss des Irans in Syrien für fragwürdig.

Inmitten dieser verschiedenen Medienstimmen empfehlen wir einen Beitrag, der sich ebenfalls mit dem Einfluss des Irans auseinandersetzt – aber außerhalb des Nahen Ostens. Das iran-kritische Jerusalem Center for Public Affairs schreibt, dass der Iran nun auch Nordafrika als Zielscheibe erfasst haben soll. Die Regierung in Teheran sei dabei, die Polisario zu unterstützen, die momentan gegen das marokkanische Militär kämpfen – mit dem Ziel, die West-Sahara einzunehmen. Der Iran wolle also nicht nur den Nahen Osten, sondern auch Nordafrika destabilisieren. Die Folgen für die EU: Viele weitere Menschen, die aus den instabilen Regionen fliehen und in Europa Zuflucht suchen.

Hier entlang zum Originalartikel.

Jeden Montag- bis Freitagmorgen um 7 Uhr erscheint an dieser Stelle der Perspektivwechsel am Morgen. Hier finden Sie täglich einen Artikel, der zu einem aktuellen Tagesthema eine alternative Sichtweise bietet. Um tiefer in kontroverse Themen einzusteigen, empfehlen wir unsere Wochen-Debatten. Am Donnerstag erscheint unsere aktuelle Debatte zur Frage, wie gefährlich der Iran wirklich ist.

 

 

 

Wer steckt dahinter?

Stephanie Berens
Kommt aus:Deutschland
Politische Position:Versteht sich als Feministin und interessiert sich für Gender und Queer Studies.
Arbeitet für/als:Studiert Amerikanistik im Master an der LMU München und ist Redakteurin bei The Buzzard.
Was Sie noch wissen sollten:Schreibt für das Münchner Studentenmagazin „unikat“ und hat bei The Buzzard sowie bei der Sedona Red Rock News in den USA Praktika absolviert.
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