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Trump ist Journalisten gegenüber in vielen Fällen aufgeschlossener als Obama
Trump ist Journalisten gegenüber in vielen Fällen aufgeschlossener als Obama

Der tägliche Blick über den Tellerrand mit The Buzzard.

Guten Morgen,

Donald Trumps Verhältnis zu den Medien lässt sich am besten mit folgendem Satz zusammenfassen: Es ist kompliziert. Der amerikanische Präsident erklärt alles, was jenseits seiner Lieblingsmedien Fox News und Breitbart berichtet wird, zu Fake News. Dabei gibt er selbst laut einer Statistik der New York Times täglich rund eine Unwahrheit von sich. Er hat die Zahl der Regierungspressekonferenzen reduziert und gezielt unliebsame JournalistInnen verbal angegriffen und von Pressekonferenzen ausgeschlossen, sogar zeitweise Kameras bei Regierungspressekonferenzen verboten.

SPIEGEL ONLINE schreibt dabei von „Trumps eskalierendem Krieg gegen die Wahrheit und die kritischen Journalisten“. Das Medium argumentiert, Trump wolle „die vierte Gewalt kaltstellen“. Der DEUTSCHLANDFUNK erläutert, dass unter Trump immer mehr LokaljournalistInnen und vor allem BloggerInnen extrem rechter Bewegungen per Video in die Regierungspressekonferenzen zugeschaltet werden und Fragen stellen dürfen. Darunter leiden die traditionellen Medien.

Der Journalist Peter Weissenburger veröffentlicht in der TAZ eine etwas andere Sichtweise, die auf Aussagen von KorrespondentInnen aus dem Weißen Haus basiert. Die KorrespondentInnen sagen, dass Trump bei vielen Gelegenheiten spontane Fragen beantworte – bereitwilliger als Obama. Es gebe deutlich weniger offizielle Pressekonferenzen, dafür hole Trump häufig JournalistInnen am Ende von Terminen ins Oval Office und lasse sie kurz Fragen stellen. „Die Trump-Regierung scheint verstanden zu haben, dass es einen viel besseren Weg gibt, mit ReporterInnen umzugehen, als offene Konfrontation. Trump entscheidet selbst, wann er zur Verfügung steht, für wie lange – und wem.“ Der Text gibt außerdem einen spannenden Einblick in die Funktionsweise der Berichterstattung über das Weiße Haus, wo die JournalistInnen von einem Büro direkt im Wohnhaus des Präsidenten aus arbeiten.

Hier entlang zum Originalartikel.

Jeden Montag- bis Freitagmorgen um 7 Uhr erscheint an dieser Stelle der Perspektivwechsel am Morgen. Hier finden Sie täglich einen Artikel, der zu einem aktuellen Tagesthema eine alternative Sichtweise bietet. Um tiefer in kontroverse Themen einzusteigen, empfehlen wir unsere Wochen-Debatten. Dabei haben wir uns auch schon einmal mit den USA unter Präsident Trump auseinandergesetzt mit der Frage „Ist der Ausstieg der USA aus dem Klimaabkommen wirklich ein Problem?“

Wer steckt dahinter?

Alisa Sonntag
Kommt aus:Ursprünglich aus dem Raum Chemnitz, aktuell in Leipzig.
Politische Position:Arbeitet bei THE BUZZARD, weil sie möglichst viele Menschen ermutigen möchte, die eigene Filterblase ab und an mal zu verlassen.
Arbeitet für/als:Studiert in Halle an der Saale "Multimedia und Autorschaft" und "International Area Studies" im Master. Arbeitet außer für THE BUZZARD unter anderem für den MDR.
Was Sie noch wissen sollten:Hat ihr Bachelorstudium in Politik- und Kommunikationswissenschaften abgeschlossen.
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