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Wie das Leben in Israel wirklich aussieht, bekommen wir in deutschen Medien nicht mit
Wie das Leben in Israel wirklich aussieht, bekommen wir in deutschen Medien nicht mit
( Link zum Originalbild | Urheber: Eduardo Castro | Pixabay | Pixabay Lizenz )

Guten Morgen,

Israel kann sich wahrlich nicht über zu wenig mediale Aufmerksamkeit in Deutschland beklagen: Die Verlegung der US-Botschaft nach Jerusalem, Netanjahus Kritik am Iran, die wiederkehrenden Proteste der Palästinenser – immer wieder ist das Land in den letzten Wochen in den Schlagzeilen.

Dabei ist die Berichterstattung über Israel allerdings seit Jahren nahezu ausschließlich durch den Israelisch-Palästinensischen Konflikt oder die Drohgebärden zwischen Israel und den anderen Staaten der Region – allen voran Iran – geprägt.

Ob sich das nun durch den Sieg der israelischen Sängerin Netta Barzilai beim Eurovision Song Contest ändert, darf bezweifelt werden. Denn in der Auslandsberichterstattung großer Medienhäuser aber auch der TAGESSCHAU sind Konfliktthemen sehr präsent – nicht zuletzt deshalb, weil sie emotional stark aufgeladene Bilder produzieren. Gerade darum seien bei Berichten über Israel „normale“ Bilder Mangelware, kritisiert die deutsche Journalistin und Autorin Gisela Dachs in einem Beitrag, den wir heute empfehlen. Für sie fehlen „Bilder, die wirklich Alltagsszene in Israel darstellen, die nicht den ultraorthodoxen Juden, den Soldaten, oder eben dann den Siedler zeigen“, erläutert Dachs, die seit über 20 Jahren aus dem Nahen Osten berichtet, gegenüber DEUTSCHLANDFUNK KULTUR.

Dabei ist die Journalistin überzeugt, dass die Medienkrise in Deutschland die Berichterstattung beeinflusse und so das Bild verzerre: Dachs beklagt, man müsse heute als Journalist „reißerische Titel machen, damit man die Texte verkauft“ und nennt auch konkrete Beispiele für dieses Phänomen im Bezug auf die Israel-Berichterstattung.

Hier entlang zum Originalartikel.

Jeden Montag- bis Freitagmorgen um 7 Uhr erscheint an dieser Stelle der Perspektivwechsel am Morgen. Hier finden Sie täglich einen Artikel, der zu einem aktuellen Tagesthema eine alternative Sichtweise bietet. Für vertiefte Einblicke in Themen zum Nahen und Mittleren Osten empfehlen wir unsere zugehörige Debattenübersicht.

Wer steckt dahinter?

Frank Kaltofen
Kommt aus:Immer Thüringer gewesen, jetzt in Leipzig
Arbeitet für/als:Redakteur in verschiedenen Kontexten
Was Sie noch wissen sollten:Studierter Politikwissenschaftler und jetzt Schreiberling. Interessiert an Menschen und ihren Geschichten. Schreibt seit 2007, am liebsten über Kulturelles & Zeitgeschichtliches.
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