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Ohne das Christentum gäbe es unseren liberalen Staat nicht
Ohne das Christentum gäbe es unseren liberalen Staat nicht

Das Argument in Kürze:

Wir haben dem Christentum viel mehr zu verdanken, als uns heutzutage bewusst ist. Diesen Standpunkt vertritt der Theologe und Philosoph Hans-Ludwig Ollig in seinem ausführlichen Beitrag für die Zeitschrift für christliche Kultur STIMMEN DER ZEIT. Er bezieht sich dabei im Wesentlichen auf die einschlägigen Ausführungen des deutschen Philosophen Jürgen Habermas. Zahlreiche kulturelle und politische Errungenschaften unserer Zeit ließen sich demzufolge auf das Christentum zurückführen.

Das Christentum als Wegbereiter der Moderne

Das Rechtssystem, die modernen Wissenschaften oder die Kultur sind zweifelsohne von entscheidender Bedeutung für unseren Alltag. Doch ohne das hellenisierte Christentum und die römische Kirche, ohne Universitäten, Klöster und Kathedralen wären diese Bereiche längst nicht so weit entwickelt, wie sie heute sind. Erst recht gelte das für unser Denken. Davon ist Hans-Ludwig Ollig überzeugt. Der tröstliche Gedanke an einen gnädigen Gott habe uns eine ganz neue Perspektive eröffnet – vom Diesseits zum Jenseits. Dadurch sei auch der menschliche Geist „entfesselt“ worden.

So ist es auch bei unserem unserem Verständnis von Menschenrechten und von Demokratie, argumentiert Ollig. Wir können es als ein unmittelbares Erbe der jüdischen Gerechtigkeitsethik und der christlichen Liebesethik verstehen. Das Christentum sei daher ein regelrechter Katalysator für das normative Selbstverständnis der Moderne gewesen. So aufgeklärt wie heute wäre unser Staat deshalb ohne die jüdisch-christlichen Überlieferungen noch lange nicht.

Warum wir den Beitrag empfehlen:

Ollig findet eine – wohlgemerkt ausführliche – Antwort auf die Frage, was unsere (post-) säkulare Gesellschaft heute noch einer jahrtausendealten Religion wie dem Christentum abgewinnen kann und sogar sollte. Gerade jetzt in einer Zeit, in der sich Menschen verschiedener Glaubensrichtungen immer wieder feindlich gegenübertreten, ist der Beitrag besonders relevant. Er hilft Menschen die positiven Seiten von Religionen wahrzunehmen und sich wieder öfter auf die zivilisatorischen Errungenschaften zu besinnen, die durch religiöse Überlieferungen erst möglich wurden.

Dieser Beitrag wird empfohlen von: Oliver Haupt

Wer steckt dahinter?

Hans-Ludwig Ollig
Kommt aus:Frankfurt am Main
Arbeitet für/als:Ollig ist Theologe und emeritierter Professor für Philosophie. Seit 1961 ist er zudem römisch-katholischer Priester.
Was Sie noch wissen sollten:Er lehrte von 1979 bis 2011 an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen in Frankfurt am Main. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der Religionsphilosophie, Neukantianismusforschung und der Metaphysik. Ollig gehört außerdem seit 1963 der katholischen Ordensgemeinschaft der Jesuiten an.
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