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Das halten die Russen selbst von ihrem Präsidenten
Das halten die Russen selbst von ihrem Präsidenten

Der tägliche Blick über den Tellerrand mit The Buzzard.

 

Guten Morgen,

gestern wurde zum vierten Mal in Folge Wladimir Putin in das Amt des russischen Präsidenten eingeführt – laut aktueller russischer Verfassung müsste es das letzte Mal sein. Die prunkvolle Zeremonie mit 5000 Gästen fand im Kreml statt, einer der ersten Gratulanten war Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder. Am Samstag vor der Inauguration gab es in Russland heftige Proteste, bei denen 1600 Demonstranten festgenommen worden.

Die deutschen Medien reagieren kritisch. So schreibt die SÜDDEUTSCHE misstrauisch, dass die Sonderpolizei bei den Protesten am Samstag in merkwürdiger Harmonie mit den Akteuren der von einem Abgeordneten des Kreml gegründeten „Nationale Befreiungsbewegung“ agierte. Die hat sich darauf spezialisiert, Veranstaltungen zu stören, die nicht auf der Linie des Kremls liegen. Im TAGESSPIEGEL äußert die FDP-Politikerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, Russland habe „Besseres verdient“. Die Wahl schaffe dem russischen Präsidenten keine Legitimität, sondern sei ein „einem Theater gleichendes Prozedere“. Die ZEIT berichtet von der „Kontrollwut“ des russischen Staates im Internet, mit dem der Staat nicht nur die digitale Freiheit der Bürger, sondern auch die russische Wirtschaft beschneide.

Was die Mehrheit der Russen selbst von ihrem neuen, alten Präsidenten halten, kommt hierzulande aber eher selten zur Sprache. SPIEGEL ONLINE hat 13 Russinen und Russen, junge und alte Menschen, gefragt, wie sie zu Wladimir Putin stehen. Herausgekommen sind 13 unterschiedliche Sichtweisen. Allesamt lesenswert, vor allem, weil die Sichtweisen sich sehr vom Tonfall der kritischen Kommentare großer deutscher Zeitungen unterscheiden.

Hier entlang zum Originalartikel.

Jeden Montag- bis Freitagmorgen um 7 Uhr erscheint an dieser Stelle der Perspektivwechsel am Morgen. Wenn Sie tiefer einsteigen möchten, lohnt sich ein Blick in unsere ausführliche Debatte zum Thema „Braucht Russland Putin?“.

Wer steckt dahinter?

Alisa Sonntag
Kommt aus:Ursprünglich aus dem Raum Chemnitz, aktuell in Leipzig.
Politische Position:Arbeitet bei THE BUZZARD, weil sie möglichst viele Menschen ermutigen möchte, die eigene Filterblase ab und an mal zu verlassen.
Arbeitet für/als:Studiert in Halle an der Saale "Multimedia und Autorschaft" und "International Area Studies" im Master. Arbeitet unter anderem für The Buzzard, die Mitteldeutsche Zeitung und die Freie Presse Chemnitz als freie Journalistin.
Was Sie noch wissen sollten:Hat ihr Bachelorstudium in Politik- und Kommunikationswissenschaften abgeschlossen.
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