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Wie verändert Kapitalismus unsere Selbstwahrnehmung und unsere Psyche?
Wie verändert Kapitalismus unsere Selbstwahrnehmung und unsere Psyche?

Das Argument in Kürze:

Kapitalismus ist mehr als ein Wirtschaftsmodell. Er hat unsere Psyche infiltriert und bestimmt, wie wir unseren Alltag gestalten, wie wir denken, wie wir fühlen. Das ist fatal, weil wir den Kontakt zu uns selbst verlieren, wenn wir uns nur noch durch unsere Jobs definieren. Außerdem verunmöglicht diese Form der Selbstherrschaft die grundlegende Veränderung des Systems, zeigt der Dozent für digitale Ökonomie Timo Daum.

Der Mensch als Marke

Der französische Philosoph Michel Foucault hat einmal gesagt, Selbstherrschaft sei die effektivste Herrschaft eines Systems. Wenn ein Mensch nämlich bestimmte Regeln befolge, ohne dass er dazu gezwungen werden muss, stelle er die dahinter stehende Ideologie gewiss nicht in Frage.

Timo Daum erklärt diesen Gedanken in Bezug auf den Kapitalismus am Beispiel sogenannter „Networked individuals“. Gemeint sind damit all die Menschen, die mehr oder weniger selbstständig im digitalen Bereich arbeiten und ihre Dienste in losen Netzwerken von Agenturen als Freelancern anbieten.

Dabei bieten sie jedoch mehr als einfache Dienstleistungen an, so Daum. Vielmehr verkauften und inszenierten sie sich selbst als Marken. Und um als Marke erfolgreich zu sein, müssten sie ständig an ihrer Außenwirkung arbeiten: Stets erreichbar sein,

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