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Kapitalismus als Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung: Die Fakten im Überblick
Kapitalismus als Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung: Die Fakten im Überblick

Was versteht man unter „Kapitalismus“?

Die Definition eines Begriffs ist in den Sozialwissenschaften niemals letztgültig und stets abhängig von der Perspektive des Definierenden. Das gilt insbesondere für einen politisch umkämpften Begriff wie „Kapitalismus“.

Viele Definitionen erklären Kapitalismus anhand zwei großer Merkmale: Marktwirtschaft (Produktion und Konsum von Gütern regelt der Markt) und Privateigentum an Produktionsmitteln. Diesen Merkmalen werden häufig weitere Kennzeichen angefügt:

Prinzip der Gewinn- bzw. Nutzenmaximierung Rationalität Individualismus Gegensatz zwischen Kapital und Arbeit Konkurrenz- und Leistungsprinzip

Manche Wissenschaftler, zum Beispiel der deutsche Soziologe Werner Sombart, definieren zudem unterschiedliche Phasen des Kapitalismus. Während nach Sombart zum Beispiel vom Früh-, Hoch- und Spät-Kapitalismus gesprochen werden könne, unterscheiden marxistische Theoretiker zwischen Früh-, Konkurrenzkapitalismus, Monopolkapitalismus, Imperialismus und Staatsmonopolkapitalismus bzw. Spätkapitalismus.

In der Praxis werden Marktwirtschaft und Kapitalismus zudem häufig synonym verwendet, obwohl sie nach Meinung vieler nicht dasselbe sind.

Was bedeutet „Neoliberalismus“ und in welchem Verhältnis steht dieser zum Kapitalismus?

Der Begriff „neoliberal“ (Rüstow 1938) hat seit seiner Entstehung einen erheblichen Bedeutungswandel durchlebt. Zu Zeiten der Weimarer Republik, und hierbei im Besonderen nach der Weltwirtschaftskrise ab 1929, führten Hyperinflation und Massenarbeitslosigkeit zu einem wachsenden Misstrauen in den laissez-faire Kapitalismus (liberaler Kapitalismus).

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