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Dass die USA-Besuche von Merkel und Macron so unterschiedlich verliefen, ist Teil einer europäischen Strategie
Dass die USA-Besuche von Merkel und Macron so unterschiedlich verliefen, ist Teil einer europäischen Strategie

Der tägliche Blick über den Tellerrand mit The Buzzard.

Guten Morgen,

der Blick der Medien hat sich in den zurückliegenden Tagen mehrfach auf die US-Hauptstadt Washington gerichtet: zuerst wegen des Besuchs von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron im Weißen Haus; kurz danach dann aufgrund von Angela Merkels Zusammentreffen mit dem amerikanischen Präsidenten Donald Trump. Akkribisch achteten die Journalisten auf Details im Umgang der Gesprächspartner miteinander. Wie würde sich der umstrittene US-Präsident mit seinen europäischen Gästen verstehen, welche Bekenntnisse persönlicher Wertschätzung würde es geben?

Aufgrund der zeitlichen Nähe beider Besuche stellten Journalisten zahlreiche Vergleiche an, etwa bezüglich der Dauer der Gespräche. Mehrfach wiesen Zeitungen und Nachrichtensender beispielsweise darauf hin, dass für Merkel kein aufwändiger Staatsempfang mit Galadinner organisiert worden war wie zuvor für den französischen Präsidenten. Die Einschätzungen darüber, wie dies zu bewerten ist, gehen auseinander.

Wir empfehlen einen Beitrag des TAGESSPIEGEL, der argumentiert: Dass die Staatsbesuche von Merkel und Macron so unterschiedlich verlaufen sind, könnte Teil einer gemeinsamen europäischen Strategie sein. Merkel und Macron haben sich womöglich im Vorhinein abgestimmt und dann darauf geeinigt, zwei sehr unterschiedliche Staatsbesuche zu inszenieren, um auszutesten wie man Trump am besten beeinflussen kann, spekulieren Juliane Schäuble und Christoph Marshall:

„Good cop, bad cop, eine Strategie, die Präsident Trump dazu bringen soll, mit dem Bündnispartner Europa zu kooperieren? Dazu passt, dass am Donnerstagabend aus deutschen Regierungskreisen verlautet, Merkel und Macron hätten miteinander telefoniert. Und dass sie sich in der Vorwoche in Berlin getroffen haben.“

Hier entlang zum Original-Artikel.

Jeden Montag- bis Freitagmorgen um 7 Uhr erscheint an dieser Stelle der Perspektivwechsel am Morgen. Wenn Sie tiefer einsteigen möchten, lohnt sich ein Blick in unsere ausführlichen Debattenübersichten.

Wer steckt dahinter?

Frank Kaltofen
Kommt aus:Immer Thüringer gewesen, jetzt in Leipzig
Arbeitet für/als:Redakteur in verschiedenen Kontexten
Was Sie noch wissen sollten:Studierter Politikwissenschaftler und jetzt Schreiberling. Interessiert an Menschen und ihren Geschichten. Schreibt seit 2007, am liebsten über Kulturelles & Zeitgeschichtliches.
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