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Der Iran-Deal ist nicht unmittelbar in Gefahr
Der Iran-Deal ist nicht unmittelbar in Gefahr

Der tägliche Blick über den Tellerrand mit The Buzzard.

 

Guten Morgen,

gestern Abend ist Angela Merkel zu ihrem zweiten Besuch bei Amerikas Präsident Donald Trump aufgebrochen. Genau wie der französische Präsident Emmanuel Macron versucht sie nun, Trump davon zu überzeugen, den Iran-Deal fortzuführen. Mit dem Abkommen waren bestimmte Sanktionen gegen den Iran ausgesetzt worden. Am 12. Mai möchte Trump entscheiden, ob er diese wieder in Kraft setzt.

Einige Kommentatoren halten die Entscheidung für sehr wichtig. Die FAZ sieht böse Folgen, wenn Trump die Sanktionen wieder einsetzt: „Das Abkommen wäre damit tot.“ Auch der FREITAG betont: Wenn Trump die Sanktionen nicht weiter aussetze, verliere der Vertrag seine Verbindlichkeit. „Einmal verletzt, ist er gegen weitere Verstöße nicht mehr gefeit.“

Eine andere Position vertritt die Journalistin Nahal Toosi in einem Artikel von POLITICO. Der 12. Mai sei als Deadline gar nicht so wichtig. Denn an diesem Termin gehe es nur um einige Sanktionen. Über weitere und wichtigere Sanktionen entscheide Trump erst im Juli. Außerdem könne der Iran durchaus an dem Abkommen festhalten, selbst wenn Trump die Vereinbarung breche. Der Artikel beschreibt die Situation um das Abkommen sehr ausführlich und zeigt, dass es mehr als zwei mögliche Ergebnisse gibt.

The May 12 waiver deadline may come and go without any immediate impact on sanctions or the deal, but the July deadline may matter an awful lot more,” said David Mortlock, a sanctions lawyer who worked on Iran-related issues under Obama. “In July, we could see broad sanctions come roaring back effective immediately, with significant impact on global trade with Iran.”

Hier entlang zum Original-Artikel.

Jeden Montag- bis Freitagmorgen um 7 Uhr erscheint an dieser Stelle der Perspektivwechsel am Morgen. Hier finden Sie täglich einen Artikel, der zu einem aktuellen Tagesthema eine alternative Sichtweise bietet. Wir empfehlen auch unsere Wochendebatte: Sollte Deutschland militärisch mehr Verantwortung übernehmen?

Wer steckt dahinter?

Katharina Mau
Kommt aus:München
Politische Position:interessiert sich für nachhaltigeres Wirtschaften und den ökologischen Fußabdruck
Arbeitet für/als:Freie Journalistin
Was Sie noch wissen sollten:Katharina dachte lange, sie sei zu introvertiert, um Journalistin zu werden. Inzwischen lernt sie an der Deutschen Journalistenschule und schreibt unter anderem für Jetzt.de, die dpa und Orange, das Jugendformat des Handelsblatts. Sie verzichtet auf Plastiktüten und kauft Bio-Käse, isst aber manchmal Avocados aus Chile.
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