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Die Bevölkerung in Deutschland ist gegen Militäreinsätze und das ist gut so
Die Bevölkerung in Deutschland ist gegen Militäreinsätze und das ist gut so

Das Argument in Kürze:

Es wäre falsch, wenn die Bundesregierung sich dafür entscheidet, aufzurüsten und mehr militärische Verantwortung zu übernehmen, betont Thomas Speckmann. Zumindest, so lange die Bevölkerung in Deutschland gegen Militäreinsätze ist. Denn ohne Zustimmung der Bevölkerung können Demokratien keinen Krieg führen. Und die Bevölkerung in Deutschland ist mehrheitlich immer noch gegen Militäreinsätze.

Die deutsche Haltung ist ein wichtiger Selbstschutz

Speckmann legt dar, dass der fehlende Rückhalt in der Bevölkerung kein deutsches Phänomen ist. Historisch gesehen sei das bei demokratische Nationen immer so: Sie befürworteten Kriege nur, wenn die der eigenen Verteidigung dienen. Offensive Operationen oder Einsätze, bei denen der Kriegsschauplatz weit entfernt ist, finden selten Zuspruch, schreibt der Historiker.

Speckmann kritisiert den Widerstand gegen Kriege nicht, sondern zeigt, warum dieser Widerstand positiv ist: Kriege schüren im Land Polarisierung, schaden der Wirtschaft und lassen weniger Investitionen in Bildung und Infrastruktur zu. Die breite anti-militärische Haltung der deutschen Bevölkerung sei daher ein wichtiger Selbstschutz.

Warum wir den Beitrag empfehlen:

Diskussionen um militärische Einsätze klammern häufig aus, wie wichtig die zivile Bevölkerung der beteiligten Nationen bei der Kriegsführung wirklich ist – und auch, wie Kriege die eigene Bevölkerung im Land polarisieren und zermürben. Speckmann zeigt beide Punkte anhand vieler Beispiele aus der Geschichte. Diese Beispiele ermöglichen dem Leser, die deutsche Außenpolitik in einem größeren zeitgeschichtlichen Kontext und aus einer Meta-Perspektive zu betrachten.

Dieser Beitrag wird empfohlen von: Stephanie Berens

Wer steckt dahinter?

Thomas Speckmann
Kommt aus:Deutschland
Arbeitet für/als:Historiker und Politikwissenschaftler
Was Sie noch wissen sollten:Thomas Speckmann ist derzeit Lehrbeauftragter am Historischen Institut der Universität Potsdam.
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