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Deshalb funktioniert eine rein wertebasierte Außenpolitik heutzutage nicht mehr
Deshalb funktioniert eine rein wertebasierte Außenpolitik heutzutage nicht mehr

Das Argument in Kürze:

Bisher engagierte sich Deutschland sicherheitspolitisch nur in Bündnissen mit gemeinsamer Wertegrundlage, wie den UN oder der NATO. Da diese Bündnisse bröckeln, muss Deutschland eine eigenständigere Außenpolitik entwickeln, schreibt Politikwissenschaftler Günter Maihold im IPG-Journal. Daraufhin erläutert er, wie sich das außenpolitische Klima in und um Europa gewandelt hat.

Deutschland verliert seine Partner

Staaten handeln immer schon selbstbezogen, meint Maihold. Aber der Stil, mit dem internationale Politik gemacht werde, habe sich gewandelt: Früher ging es vor allem um Machtprojektion; heute forderten Länder Anerkennung und Respekt und zwar unabhängig von ihren tatsächlichen politischen Leistungen oder ihrer militärischen Stärke. Das sei beispielsweise bei Indien der Fall, bei der Türkei und, besonders gut zu beobachten, bei Russland.

Mehr und mehr finde sich Deutschland in einem internationalen Klima wieder, in dem Staaten Macht für ein Nullsummenspiel hielten. Es gehe immer mehr um Anerkennung und nicht mehr um „gemeinsame Verantwortung und abgestimmtes Handeln zur Lösung globaler oder regionaler Fragen“. Den Trumps und Erdogans dieser Welt gehe es vor allem darum „kurzfristige Vorteile zu realisieren und nationale Prioritäten zu bedienen“. Deutschlands Strategie geht dann nicht mehr auf, die Partner fehlen.

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