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Wir brauchen eine europäische Finanzpolitik wie Macron sie fordert
Wir brauchen eine europäische Finanzpolitik wie Macron sie fordert

Das Argument in Kürze:

Deutschland sollte Macrons Ideen für die europäische Finanzpolitik unbedingt unterstützen. So schreibt der Wirtschaftsjournalist Mark Schieritz in seinem Beitrag von Mai 2017 für die ZEIT. Die Forderungen des französischen Staatschefs seien auch im politischen Interesse Deutschlands. Schieritz meint, dass sie den europäischen Finanzmarkt entscheidend zum Positiven reformieren könnten.

Macrons Ideen machen Sinn – politisch wie wirtschaftlich

Macron will für die EU ein gemeinsames Budget, das von einem eigenen Finanzminister verwaltet wird, und eine gemeinschaftliche Haftung für Spareinlagen. Schieritz argumentiert, dass diese Forderungen Sinn machten: Die EU-Staaten könnten wegen der Währungsunion Wirtschaftskrisen schließlich nicht einfach ausgleichen, indem sie mehr Geld in Umlauf bringen. Deshalb müssten EU-Politiker einen finanziellen Ausgleich zwischen Staaten mit starker und schwacher Wirtschaft schaffen. Wenn Deutschland Macron in seinem Vorhaben unterstützen würde, dann sei das auch gerecht. Die Euro-Krise habe vor allem Länder wie Griechenland und Spanien mit Sparauflagen und steigender Arbeitslosigkeit getroffen. Deutschland gehe es stattdessen finanziell hervorragend – „wir sind also an der Reihe“, betont Schieritz.

Warum wir den Beitrag empfehlen:

Schieritz’ Abhandlung ist kurz, leicht verständlich und bietet einem Einsteiger in das Thema einen guten Überblick. Leserinnen und Leser lernen sowohl die politischen als auch die ökonomischen Gründe kennen, die für Macrons Ideen sprechen.

 Dieser Beitrag wird empfohlen von: Stephanie Berens

Wer steckt dahinter?

Mark Schieritz
Kommt aus:Berlin
Arbeitet für/als:Wirtschaftspolitischer Korrespondent für DIE ZEIT
Was Sie noch wissen sollten:Schieritz schrieb ehemals für die FINANCIAL TIMES DEUTSCHLAND und wurde 2011 zu einem der Wirtschaftsjournalisten des Jahres gekürt. In der Autoreninfo des Blogs „Herdentrieb“ bei der ZEIT, heißt es über Schieritz, dass er es durchaus für möglich hält, dass hohe Steuersätze und regulierte Arbeitsmärkte mit Wachstum vereinbar sind.
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