Zurück zu allen Tagesempfehlungen
Der Perspektivwechsel am Morgen: Geld für Entwicklungszusammenarbeit
Der Perspektivwechsel am Morgen: Geld für Entwicklungszusammenarbeit
( Link zum Originalbild | Urheber: robindurget | Pixabay | Pixabay Lizenz )

Der tägliche Blick über den Tellerrand mit The Buzzard.

Guten Morgen,

in der ausgehenden Woche stand neben Analysen und Spekulationen zur Amokfahrt in Münster vor allem die Nachlese der Wahlen in Ungarn im Zentrum vieler Medienberichte. Auch die Reaktionen auf den Giftgas-Einsatz in Syrien – insbesondere Trumps Twitter-Drohungen an Russland – spielten eine wichtige Rolle.

Wenig Beachtung fanden hingegen aktuelle Zahlen zur öffentlichen Entwicklungszusammenarbeit. Diese hatte der zugehörige Ausschuss der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) diese Woche vorgelegt. Anders als etwa Großbritannien, Schweden, Dänemark oder Luxemburg ist Deutschland dem international vereinbarten Ziel, mindestens 0,7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Entwicklungszusammenarbeit auszugeben, im Jahr 2017 nicht nachgekommen. Bemerkenswert ist dabei, dass dies auf die sinkenden Kosten für die Flüchtlingspolitik zurückzuführen ist – denn diese Ausgaben im Inland werden als Beitrag zur Entwicklungszusammenarbeit angerechnet. Nur dadurch hatte die Bundesrepublik den Zielwert von 0,7 Prozent im Jahr 2016 erreicht.

Während die meisten Medien die Zahlen allenfalls in einer Kurzmeldung aufgriffen, beleuchtet das pan-europäisches Mediennetzwerk EURACTIV die Thematik ausführlicher, vor allem die problematische Vermischung von Entwicklungszusammenarbeit und Geldern für die Flüchtlingspolitik: „Die Unschärfe dessen, was Entwicklungshilfe ist und was nicht, hat viele Aktivisten sowie Beobachter dazu veranlasst, den Wert des UN-Ziels von 0,7 Prozent in Frage zu stellen.“

Hier entlang zum Originalartikel.

Jeden Montag- bis Freitagmorgen um 7 Uhr erscheint an dieser Stelle der Perspektivwechsel am Morgen. Hier finden Sie täglich einen Artikel, der zu einem aktuellen Tagesthema eine alternative Sichtweise bietet. Wenn Sie tiefer einsteigen möchten, stöbern Sie gerne in unseren ausführlichen Debattenübersichten.

Wer steckt dahinter?

Frank Kaltofen
Kommt aus:Immer Thüringer gewesen, jetzt in Leipzig
Arbeitet für/als:Redakteur in verschiedenen Kontexten
Was Sie noch wissen sollten:Studierter Politikwissenschaftler und jetzt Schreiberling. Interessiert an Menschen und ihren Geschichten. Schreibt seit 2007, am liebsten über Kulturelles & Zeitgeschichtliches.
Lies The Buzzard ab sofort in deinem E-Mail Postfach. Nein danke

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.