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Der Perspektivwechsel am Morgen: Donald Trumps Strategie in Syrien
Der Perspektivwechsel am Morgen: Donald Trumps Strategie in Syrien

Der tägliche Blick über den Tellerrand mit The Buzzard.

Guten Morgen,

gestern hat US-Präsident Donald Trump als Reaktion auf den Giftgasangriff im syrischen Duma mit einem Raketenangriff in Syrien gedroht und die russische Regierung per Twitter verbal angegriffen. Und das ausgerechnet, obwohl er noch vor wenigen Tagen gesagt hatte, dass sich die USA militärisch aus Syrien zurückziehen wollten und sich künftig „Andere um das Land kümmern sollten“. Diese Vorgehen war laut SPON nicht mit dem Außen- und Verteidigungsministerium abgesprochen.

Die Sprunghaftigkeit und Alleingänge von Donald Trump wurde schon früh nach seinem Amtsantritt kritisiert.

Der Nahostexperte Michael Doran greift in seinem Kommentar in der NEW YORK TIMES dieses Thema auf, kommt aber zum gegenteiligen Schluss: Trump müsse sich nicht anpassen oder ändern, Doran schreibt: „Trump muss trumpiger sein.“ Und: „Der Präsident ignoriert ein Grundprinzip eines Autors, von dem er sehr viel hält: Ihm selbst.“ Damit meint Doran Erfolgsstrategien, die Trump in einem Buch preisgibt. Er zeige nun, dass er diese selbst nicht beachtet, obwohl er damit erfolgreich war. Der Präsident verletze darüber hinaus das oft wiederholte Trump-Prinzip: „Never ever telegraph your military moves.“

In Syrien hätten seine jüngsten Äußerungen womöglich sogar Bashar al-Assad dazu ermutigt, den Giftgasangriff auf Duma zu veranlassen. Der Abzug US-amerikanischer Truppen hätte aber noch viel weitreichendere Folgen, warnt Doran, nicht nur im Umgang mit der türkischen Regierung, sondern auch mit Israel und Iran. Deswegen solle Trump mehr „denken“ und ganz auf seine ursprüngliche Erfolgsstrategie setzen.

Hier entlang zum Originalartikel.

Jeden Montag- bis Freitagmorgen um 7 Uhr erscheint an dieser Stelle der Perspektivwechsel am Morgen. Hier finden Sie täglich einen Artikel, der zu einer tagespolitischen Angelegenheit eine alternative Sichtweise bietet. Fundierte Debattenübersichten zum Thema „Mittlerer Osten“ haben wir hier zusammengestellt.

Wer steckt dahinter?

Clara Lipkowski
Kommt aus:Gebürtig aus Essen, aktuell in Bayern
Arbeitet für/als:Freie Journalistin
Was Sie noch wissen sollten:Lebte studiumsbedingt in Düsseldorf, Berlin und St. Petersburg. Nun berufsbedingt in München. Interessiert am politischem Weltgeschehen, Sprachen, Kultur und der russischen Weite.
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