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Wenn der Staat die Daten von Facebook kontrolliert, kann das gefährlich werden
Wenn der Staat die Daten von Facebook kontrolliert, kann das gefährlich werden

Das Argument in Kürze:

Der Beamte Zhang Jian freut sich über seine Beförderung. Ein junger Kameramann darf nicht mehr Zug fahren. Beides ist das Ergebnis des Sozialkredits, den die chinesische Regierung seit 2014 schrittweise einführt, wie Axel Dorloff im DEUTSCHLANDFUNK zeigt.  China sammelt zurzeit alle Daten seiner Bürger und benotet dann das moralische Verhalten in einem Sozialkredit-Ranking . Eine besondere Rolle spielen in diesem System die sozialen Medien. Früher konnten sich chinesische Bürger dort relativ frei äußern. Heute verlangen Gesetze die Freigabe aller Daten. Das Beispiel China zeigt, wozu es führen kann, wenn Plattformen wie Facebook von Regierungen reguliert werden.

Überwachung im digitalen Zeitalter

Soziale Kontrolle ist in China nicht neu. Schon zu Maos Zeiten wurden die Fehltritte der Bürger akribisch dokumentiert und bestraft. Die moralische Ordnung sollte die Grundlage für eine „harmonische Gesellschaft“ sein. Als „Sozialkredit-System“ wird diese Ordnung heute digital weitergeführt. Konzerne, Gemeinden und soziale Medien übermitteln Daten über das Verhalten ihrer Kunden an den Staat. Der übersetzt die Daten in ein Punktesystem. Je moralischer sich ein Bürger verhält, desto mehr Punkte bekommt er. Für Verfehlungen werden Punkte abgezogen. Je mehr Punkte angesammelt werden, desto wahrscheinlicher werden Beförderungen,

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