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Der Perspektivwechsel am Morgen: Der Pjöngjang-Express
Der Perspektivwechsel am Morgen: Der Pjöngjang-Express
(Originalbild: “Kim Jong Un Fuso Horario” | Urheber: kikodoze | Creative Commons | CC BY 2.0 )

Der tägliche Blicke über den Tellerrand mit The Buzzard.

Guten Morgen,

der grüne Zug aus Pjöngjang fuhr nur sechzig Kilometer pro Stunde. Rasend schnell verbreiteten sich dagegen Gerüchte, dass dieser den nordkoreanischen Machthaber nach Peking befördern könnte. Der Besuch Kim Jong Uns bei Chinas Staatspräsidenten Xi Jingping ist mittlerweile bestätigt. Was das Treffen motiviert haben mag, darüber spekulieren die Medien noch.

China kritisierte die nordkoreanischen Atomwaffentests in der Vergangenheit scharf. Viele Medien meinen nun, dass Nordkorea die diplomatischen Beziehungen zu China wieder verbessern möchte. Mit China an seiner Seite könne Kim auch US-Militärmanöver in der Region in Schach halte, schreibt der Journalist Steffen Wurzel in einem DEUTSCHLANDFUNK-Beitrag. Ähnlich sehen das Emiliy Rauhala und Anna Fiefield in der WASHINGTON POST. Chinas Rückendeckung räume Nordkorea zudem bessere Verhandlungspositionen beim geplanten Gespräch zwischen Donald Trump und Kim Jong Un ein.

Steven Lee Myers und Choe Sang-Hun von der NEW YORK TIMES schätzen die Lage anders ein. Nicht Nordkorea, sondern China habe das Treffen initiiert. Denn seit Kim Trump treffen will, fürchte Peking um seinen strategischen Einfluss auf der koreanischen Halbinsel. Xi Jingping locke daher mit Zugang zum chinesischen Wirtschaftsmarkt. Ein sehr verführerisches Angebot für Kim Jong Un, dessen Land unter den Wirtschaftssanktionen zunehmend leide.

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Jeden Montag- bis Freitagmorgen um 7 Uhr erscheint an dieser Stelle der Perspektivwechsel am Morgen. Hier finden Sie täglich einen Artikel, der zu einem aktuellen Tagesthema eine alternative Sichtweise bietet. Tiefer steigen wir in politische Themen in unseren Debattenübersichten ein. Diese Woche zur Frage: Wird Chinas Aufstieg zu einem Problem für Deutschland?

Wer steckt dahinter?

Elena Reger
Kommt aus:ursprünglich aus Regensburg, jetzt Leipzig
Arbeitet für/als:Redakteurin bei The Buzzard
Was Sie noch wissen sollten:hat Internationale Politik und einige Sprachen in Regensburg, Madrid, Lissabon und Leipzig studiert. Wenn sie nicht immer so viel Zeitung gelesen hätte, wäre sie vielleicht doch Flamencotänzerin geworden.
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