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Der Perspektivwechsel am Morgen: China und Künstliche Intelligenz
Der Perspektivwechsel am Morgen: China und Künstliche Intelligenz

Guten Morgen,

heute am Ostermontag wollen wir den Blick weiten. Weg vom Klein-Klein tagesaktueller Politik, hin zu den großen Veränderungen der globalen Machtverhältnisse, die langsam aber stetig voranschreiten und die Tagespolitik wie ein Hintergrundrauschen begleiten. Eine dieser Veränderungen passiert gerade in der Ökonomie: Das Zentrum der Weltwirtschaft verschiebt sich vom euro-atlantischen Raum in die asiatisch-pazifische Region. Und der große Gewinner dieser Veränderung heißt China.

Wie konnte die kommunistische Volksrepublik innerhalb eines Vierteljahrhunderts vom Entwicklungsland zur zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt aufsteigen? Die Strategie ist leicht nachvollziehbar, man braucht sich nur in westlichen Supermärkten und Kaufhäusern umschauen: China hat mit Billigprodukten die Welt erobert. Dann hat das Land die erwirtschafteten Milliarden systematisch im Westen investiert, vor allem in US-Anleihen. Mit der Folge, dass China nun der größte Gläubiger der USA ist.

Die USA haben bei dieser Entwicklung jahrelang nur zugeschaut – während ihre Abhängigkeit wuchs. Nun zieht Donald Trump die Notbremse und droht China, u.a. wegen seiner Billigimporte und angeblichem Technologiediebstahls. Wie das ausgehen wird, ist weiterhin unklar. Können die USA mit Importzöllen auf Stahl, Bekleidung und ein paar High- Tech-Produkte die chinesische Übermacht in den Griff bekommen?

Wir empfehlen heute eine Perspektive, die aufzeigt, dass Trump aus Chinas Sicht damit nur die Schlachten von gestern schlägt. Denn China plant längst schon den nächsten großen Schritt. Das berichtet das Center for Security Studies an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich. Peking will bis 2030 führend im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) sein.

Noch haben die USA einen Vorsprung. Aber es gibt einen einfachen Grund, warum dieser Vorsprung bald dahin sein könnte, so ein China-Experte in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung: „Was China groß machen wird in der Künstlichen Intelligenz und in Big Data, das ist: In China gibt es kein ernsthaftes Gesetz, das Daten schützt.“

Hier entlang zum Originalartikel

Jeden Montag- bis Freitagmorgen um 7 Uhr erscheint an dieser Stelle der Perspektivwechsel am Morgen. Hier finden Sie täglich einen Artikel, der zu einem aktuellen Tagesthema eine alternative Sichtweise bietet. Tiefer in politische Themen steigen wir in unseren Debattenübersichten ein. Diese Woche zur Frage: Wird Chinas Aufstieg zu einem Problem für Deutschland?

Wer steckt dahinter?

Georg Scheller
Kommt aus:Aufgewachsen im Saarland, lebt seit 47 Jahren in Bayern
Arbeitet für/als:Redakteur bei TheBuzzard
Was Sie noch wissen sollten:Hat 32 Jahre beim Bayerischen Rundfunk gearbeitet. Zunächst als Reporter für Tagesschau, Tagesthemen und die TV-Nachrichten für Bayern, dann als Nachrichten-Redakteur. Zuletzt Leiter des Programm-Qualitätsmanagements des Bayerischen Fernsehens
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