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Der Perspektivwechsel am Morgen: Antisemitismus in Deutschland
Der Perspektivwechsel am Morgen: Antisemitismus in Deutschland

Der tägliche Blick über den Tellerrand mit The Buzzard.

Guten Morgen,

seit in dieser Woche bekannt wurde, dass ein jüdisches Mädchen in ihrer Berliner Grundschule mit dem Tod bedroht wurde, weil sie nicht an Allah glaube, wird wieder diskutiert, wie man mit Antisemitismus in Deutschland und an Schulen in Deutschland umgehen muss. Im vergangenen Jahr hatte es schonmal einen Fall von Antisemitismus an einer Berliner Schule gegeben.Ein jüdischer Junge verließ daraufhin seine Schule und der Zentralrat der Juden warnte damals in einigen Gegenden davor, die Zugehörigkeit zum Judentum offen zu zeigen.

Anlässlich des jüngsten Mobbingfalls in Berlin wird nun wieder ein explizit muslimischer Antisemitismus in Deutschland diskutiert. Dazu veröffentlichte die FRANKFURTER RUNDSCHAU im vergangenen Dezember zwei Artikel, in denen sich zwei Autoren konträr und prägnant zum Thema äußerten: Der Freiburger Islamwissenschaftler Abdel-Hakim Ourghi schrieb, Muslime würden dazu erzogen, Juden zu hassen. Die Replik des Osnabrücker Islamwissenschaftlers Michael Kiefer ließ nicht lange auf sich warten. Er schrieb wenige Tage später: „Es ergibt wenig Sinn, Antisemitismus ausschließlich aus der Religionszugehörigkeit abzuleiten.“

Einen ganz anderen Einblick in das Thema bietet ein Artikel von Omar Haddad. Viel wird darüber geschrieben, dass muslimischer Antisemitismus von Eltern auch in Deutschland an ihre Kinder weitergegeben wird und sich dieser dann öffentlich zeigt, etwa an Schulen. In einem sehr persönlichen Artikel in ZEIT CAMPUS schreibt Haddad darüber, wie sich sein muslimischer Vater radikalisierte und erklärt, warum dieser Antisemit geworden ist. Damit wechselt er die Perspektive und ermöglicht einen Blick in das Innere seiner Familie und trägt zum besseren Verständnis dieser einen muslimischen Perspektive in der Diskussion bei.

Hier entlang zum Originalartikel.

Jeden Montag- bis Freitagmorgen um 7 Uhr erscheint an dieser Stelle der Perspektivwechsel am Morgen. Hier finden Sie täglich einen Artikel, der zu einem aktuellen Tagesthema eine alternative Sichtweise bietet. Tiefer in politische Themen steigen wir in unseren Debattenübersichten ein. Diese Woche zur Frage: Wird Deutschland vom Einwanderungs- zum Ausgrenzungsland?

Wer steckt dahinter?

Clara Lipkowski
Kommt aus:Gebürtig aus Essen, aktuell in Bayern
Arbeitet für/als:Freie Journalistin
Was Sie noch wissen sollten:Lebte studiumsbedingt in Düsseldorf, Berlin und St. Petersburg. Nun berufsbedingt in München. Interessiert am politischem Weltgeschehen, Sprachen, Kultur und der russischen Weite.
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