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Flüchtlinge sollen in Massenunterkünften interniert werden
Flüchtlinge sollen in Massenunterkünften interniert werden
( Link zum Originalbild | Urheber: georginamary | Flickr | CC BY 2.0 )

Das Argument in Kürze:

Anker – das klingt irgendwie gut. Das klingt nach Seefahrt, nach Hoffnung und nach Bodenständigkeit. Es sei kein Zufall, dass die Bundesregierung dieses Akronym verwende, wenn sie von den neuen Sammelunterkünften für Flüchtlinge spricht, schreibt der Sozialpolitik-Professor Stefan Sell. Die Regierung versuche, menschenverachtende Politik in schöne Worte zu kleiden: Flüchtlinge, die neu in Deutschland ankommen, sollen ab sofort in zentralen Lagern untergebracht werden. Abgeschirmt von der Außenwelt müssen sie dort bis zu 18 Monate warten bis ihr Asylstatus geklärt ist – ohne Zugang zu Rechtsberatung, ohne Arbeit, ohne Schule.

Hauptsache Abschiebungen gehen schneller

Die CSU hat sich durchgesetzt: Flüchtlingspolitik in Deutschland wird härter werden, schreibt Sell. Das sehe man an den Plänen für die neuen Sammelunterkünfte, die die Regierung hinter der Abkürzung AnKER versteckt (kurz für Ankunfts-, Entscheidungs- und Rückführungszentren). In den bayerischen Städten Bamberg und Manching gibt es solche Lager bereits. Mehrere tausend Menschen müssen dort bis zu zwei Jahre auf engem Raum zusammenleben – abgeschirmt von der restlichen Bevölkerung. So lange, bis geklärt ist, ob sie abgeschoben werden oder bleiben dürfen.

An diesen Sammelunterkünften sehe man, dass in Deutschland ein neuer Politikstil herrsche. Es geht nicht mehr darum,

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