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Die Rhetorik im Koalitionsvertrag grenzt aus
Die Rhetorik im Koalitionsvertrag grenzt aus

Das Argument in Kürze:

Vor fünf Jahre hieß es im Koalitionsvertrag noch: “Wir begreifen Zuwanderung als Chance”. Doch der Ton hat sich geändert, stellt Politikberater Johannes Hillje fest. Die Integrationsfähigkeit dürfe nicht überfordert werden, heisst es im aktuellen Koalitionsvertrag. “Deutschland ist ein weltoffenes Land”, so stand es 2013 in dem Papier. Heute: “Deutschland bekennt sich zu seinen rechtlichen und humanitären Verpflichtungen”. Diese und weitere Beispiele führt Hillje an. Sie zeigten, dass sich die Regierung der Sprache der Rechtspopulisten nähere. Es werde mehr unterschieden zwischen “Wir” und den Zuwanderern, teils sogar Konkurrenz zwischen Deutschen und Ausländern erzeugt. Das sei verheerend, denn die Sprache “transportiert ein gesellschaftliches Selbstverständnis”. Oder kurz zusammengefasst: “Sprache ist der Soundtrack von Politik.”

Die Mehrheit steht für eine Willkommenskultur

Mit der Rhetorik rechtspopulistische oder migrationsfeindliche Bevölkerungsteile anzusprechen sei aber kontraproduktiv, stellt Hillje fest. Eine repräsentative Studie habe gezeigt, dass die deutliche Mehrheit der Bevölkerung in Deutschland noch immer weltoffen und tolerant sei und für 71 Prozent Flüchtlinge zum “Wir” im Land gehörten.

Warum wir diesen Artikel empfehlen:

Interessant für die Debatte ist der Artikel, weil er den Aspekt der Sprache betont. Hillje geht davon aus, dass die Sprache sehr wirkungsmächtig ist und sich die Regierung durch entsprechende Formulierungen positioniert.

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