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Der Perspektivwechsel am Morgen: Chinas neue Seidenstraße
Der Perspektivwechsel am Morgen: Chinas neue Seidenstraße

Der tägliche Blick über den Tellerrand mit The Buzzard.

Guten Morgen,

jetzt will China die Weltherrschaft zurück. So nehmen Beobachter in Europa das chinesische Mammutprojekt „Neue Seidenstraße“ oft wahr. Seit 2013 baut Chinas Regierung Straßen, Bahnlinien und Häfen, die Ostchina mit Westeuropa verbinden sollen. Das Land kündigt seit Jahren gigantische Investitionen in die Infrastruktur der östlichen EU-Länder an.

Journalisten und Politiker in Europa stehen Chinas Infrastrukturprojekten sehr kritisch gegenüber. NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen schreibt in einem Gastbeitrag für die ZEIT, dass die Länder an der Ostgrenze der Europäischen Union damit von China abhängig werden; das könne einen Keil in die Staatengemeinschaft treiben. Ähnliche Vorbehalte äußert der WIRTSCHAFTSDIENST. Der vermutet außerdem, dass Anschläge zunehmen werden, weil Terroristen im Nahen und Mittleren Osten die Neue Seidenstraße ebenfalls als Ziel und Transportsystem nutzen könnten.

Ganz anders sehen das die DEUTSCHEN WIRTSCHAFTSNACHRICHTEN. Die Neue Seidenstraße habe das Potenzial die muslimischen Länder der Region zu stabilisieren. Sie könnten besonders wirtschaftlich von Chinas Plänen profitieren. Darüber hinaus könne Infrastruktur Kriegsregionen entlang der Strecken befrieden. Und mit Sicherheit, betonen die WIRTSCHAFTSNACHRICHTEN, sind Chinas Bauarbeiten besser für den Nahen Osten als die Waffenlieferungen aus Europa.

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Jeden Montag- bis Freitagmorgen um 7 Uhr erscheint an dieser Stelle der Perspektivwechsel am Morgen. Hier finden Sie täglich einen Artikel, der zu einem aktuellen Tagesthema eine alternative Sichtweise bietet.

Wer steckt dahinter?

Elena Reger
Kommt aus:ursprünglich aus Regensburg, jetzt Leipzig
Arbeitet für/als:Redakteurin bei The Buzzard
Was Sie noch wissen sollten:hat Internationale Politik und einige Sprachen in Regensburg, Madrid, Lissabon und Leipzig studiert. Wenn sie nicht immer so viel Zeitung gelesen hätte, wäre sie vielleicht doch Flamencotänzerin geworden.
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