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Keiner könnte Putin ersetzen
Keiner könnte Putin ersetzen

Das Argument in Kürze:

Wladimir Putin hat über die Jahre das gesamte politische System Russlands auf seine Person ausgerichtet. Ohne ihn würde es wohl zusammenbrechen. Deshalb, schreibt Jens Siegert, ehemaliger Leiter des Moskauer Büros der Heinrich-Böll-Stiftung, kann er auch nicht abtreten.

Wie kann Macht weitergegeben werden, ohne dass die Stabilität in Gefahr ist?

In Demokratien sind es die gewachsenen staatlichen Institutionen und das Vertrauen an ihre Funktionsfähigkeit, die für eine geordnete Übergabe der Macht sorgen.

In Russland ist das anders, das gesamte politische System bezieht seine Legitimität fast ausschließlich aus der Popularität Wladimir Putins, und das, obwohl Putin nicht alle seine Versprechen halten konnte. Immerhin schaffte er es, die territoriale Integrität des Landes zu verteidigen, dazu noch die Krim zu besetzen und den Ostteil der Ukraine in der politischen Einflusssphäre Russlands zu halten.

Doch das große Versprechen von einem mächtigen Russland, das politisch und vor allem wirtschaftlich auf Augenhöhe mit den USA und Europa ist, wird Putin wohl nie erfüllen können. Dennoch genießt Putin hohe Zustimmung in der Bevölkerung, denn er hat es verstanden, sich als Heilsbringer zu inszenieren und den Blick auf die Vergangenheit zu lenken. Wieder und wieder wird sie erzählt,

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