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Der Perspektivwechsel am Morgen: USA-Nordkorea Treffen?
Der Perspektivwechsel am Morgen: USA-Nordkorea Treffen?
(Foto: Bwag | Wikimedia Commons | CC BY-SA 4.0 )

Der tägliche Blick über den Tellerrand mit The Buzzard.

 

Guten Morgen,

Hasstweets, Beleidigungen und Kriegsdrohungen – US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Staatschef Kim Jong-un haben ein, man könnte sagen, angespanntes Verhältnis zueinander. Die Meldung, dass Trump nun aufs Kims Gesprächseinladung eingehen möchte, dass diese beiden sich nun also tatsächlich treffen könnten, um zu reden, hat viele Beobachter überrascht. Trump sagt, er rechne damit, dass das Treffen  ein “enormer Erfolg” werden wird.

Die Reaktionen in den deutschen und internationalen Medien sind gemischt. Auf der einen Seite begrüßen viele Journalisten und Politiker das Treffen. So schreibt die NEW YORK TIMES, dass beide Seiten jetzt, zumindest kurzfristig, einen guten Grund haben, die Spannungen zu verringern und die diplomatischen Bemühungen zu bewahren. Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte dazu, die Entwicklung zeige, welchen Erfolg eine geschlossene internationale Haltung mit Sanktionen haben könne.

Demgegenüber stehen zahlreiche Journalisten und politische Experten, die vor der Unberechenbarkeit beider Staatschefs warnen. „Jedem sollte klar sein, dass dieser Akt der dramatischen Diplomatie zwischen zwei ungewöhnlichen Anführern, die das Drama lieben, uns auch näher an einen Krieg bringen könnte„, zitiert die TAGESSCHAU den ehemaligen Kandidaten als Trumps Botschafter für Südkorea, Victor Cha.

Journalist Laurence Norman betont eine andere Perspektive in der Debatte: Norman sieht das Treffen ebenfalls kritisch. Aber nicht, weil Trump und Kim Jong-un sich streiten könnten. Sondern, weil Trump nun ein Interesse daran habe, das Atomabkommen mit dem Iran scheitern zu lassen. Denn der US-Präsident sei davon überzeugt, dass sich damit seine Verhandlungsposition gegenüber Nordkorea verbessern würde, schreibt der Journalist im WALL STREET JOURNAL:

The Kim talks are likely bad news for the Iran agreement […]. There’s a risk that [Trump] says this was a bad agreement and we’ll show you how to do business”.

Hier entlang zum Originalartikel.

Jeden Montag- bis Freitagmorgen um 7 Uhr erscheint an dieser Stelle der Perspektivwechsel am Morgen. Hier finden Sie täglich einen Artikel, der zu einem aktuellen Tagesthema eine alternative Sichtweise bietet. Passend zum heutigen Thema empfehlen wir auch unsere Debatte zu Nordkoreas Atompolitik.

Wer steckt dahinter?

Olga Osintseva
Kommt aus:Russland
Politische Position:Bezeichnet sich selbst als mitte-links
Arbeitet für/als:Arbeitet als Redakteurin bei The Buzzard und als Event- und Community-Managerin beim Strascheg Center For Enterpreneurship in München
Was Sie noch wissen sollten:Osintseva hat 2015 ihren Master in Politikwissenschaft an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg abgeschlossen. Sie kommt aus Russland und lebt mittlerweile seit vier Jahren in Deutschland.
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