Zurück zu allen Tagesempfehlungen
Der Perspektivwechsel am Morgen: Regeln für die Ordnungshüter?
Der Perspektivwechsel am Morgen: Regeln für die Ordnungshüter?
( Link zum Originalbild | Urheber: Pixabay | Pexels | Pexels Lizenz )

Der tägliche Blick über den Tellerrand mit The Buzzard.

Guten Morgen,

Mitte der Woche stellte der Deutsche Presserat – das zentrale Selbstkontrollorgan der deutschen Medien – seinen Jahresbericht für 2017 vor. Nahezu alle Medienhäuser berichteten. Im Frühjahr letzten Jahres hatte der Presserat seine Richtlinie zu der Frage geändert, wann über die Herkunft oder die Zugehörigkeit eines vermeintlichen Straftäters zu einer ethnischen oder religiösen Gruppe berichtet werden soll und darf. Diese Änderung war seinerzeit äußerst umstritten gewesen, habe sich aus Sicht des Deutschen Presserates aber bewährt – die Beschwerden wegen einer Nennung der Herkunft haben sich seitdem deutlich verringert.

Der Sprecher Manfred Protze erwähnte bei dem Termin aber auch einen Aspekt, der später in den Medien kaum Erwähnung fand: die Informationspolitik der Polizei, für die andere Standards gelten als für die Medien. Der Tagesspiegel erwähnte zumindest die Problematik sowie Protzes Appell, es müsse über „Grundsätze der ethischen Verantwortung für Veröffentlichungen der Polizei“ nachgedacht werden. Genauer schaut man bei Netzpolitik.org auf „das neue Sendungsbewusstsein der Polizei“ und unterstreicht dessen gesellschaftliche Brisanz: Was die Polizei in den sozialen Medien „sagt und was nicht, schafft politische Fakten.“

Detailliert bereitet Thomas Borgböhmer bei Meedia das Thema auf – auch in Rückbezug auf Protzes Äußerungen sowie auf Recherchen von Netzpolitik.org – und zeigt den Spagat zwischen Bürgernähe und Neutralität der Polizei, die in den sozialen Medien längst zum Nachrichtenproduzenten geworden ist.

Hier entlang zum Originalartikel

Jeden Montag- bis Freitagmorgen erscheint um 7 Uhr an dieser Stelle der Perspektivwechsel am Morgen. Hier finden Sie täglich einen Artikel, der zu einer tagespolitischen Angelegenheit eine alternative Sichtweise bietet. In unseren Wochendebatten beschäftigen wir uns detaillierter mit politischen Kontroversen.

Wer steckt dahinter?

Frank Kaltofen
Kommt aus:Immer Thüringer gewesen, jetzt in Leipzig
Arbeitet für/als:Redakteur in verschiedenen Kontexten
Was Sie noch wissen sollten:Studierter Politikwissenschaftler und jetzt Schreiberling. Interessiert an Menschen und ihren Geschichten. Schreibt seit 2007, am liebsten über Kulturelles & Zeitgeschichtliches.
Lies The Buzzard ab sofort in deinem E-Mail Postfach. Nein danke

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.