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Der Perspektivwechsel am Morgen: Der CDU-Sonderparteitag
Der Perspektivwechsel am Morgen: Der CDU-Sonderparteitag
(Originalbild: “CDU Bundesparteitag Dezember 2014 in Köln” | Urheber:Olaf Kosinksy | Wikimedia Commons | CC BY-SA 3.0 DE )

Der tägliche Blick über den Tellerrand mit The Buzzard

Heute: die andere Sicht

 

Guten Morgen,

die Reihen haben sich also doch geschlossen. In den vergangenen Wochen wurde in der Union immer wieder Kritik an Angela Merkel laut. Am Sonderparteitag gestern demonstrierte die Union dann aber Einigkeit: Der Koalitionsvertrag wurde mit großer Mehrheit angenommen. Zuvor hatte Merkel bekannt gegeben, wer die Ministerposten im neuen Kabinett übernehmen soll.

Das Medienecho teilt sich in zwei große Lager. Die einen loben Merkel, die anderen kritisieren sie. Ein weiteres Mal habe Merkel mit ihrer Ministerauswahl ihr taktisches Geschick bewiesen, schreibt beispielsweise der WESER-KURIER. Das Kabinett werde jünger, weiblicher und vor allem konservativer. Damit komme Merkel denjenigen Kritikern entgegen, denen die Partei zu sehr Richtung Mitte abrutschte. Auf diese Weise signalisiere sie auch, dass sie die Zeichen der Zeit verstanden habe, denn die CDU sehne sich nach einer politischen Neuausrichtung.

Der CICERO-Chefredakteur kritisiert Merkel dagegen scharf. An ihrer Ansprache erkenne man, dass mit Angela Merkel nicht zu reden sei. Denn: „Es scheint inzwischen tatsächlich alles abzuperlen an der deutschen Regierungschefin.“ Auf dem Parteitag sei Merkel weder auf Kritik der Delegierten eingegangen, noch habe sie Antworten auf das schwache Ergebnis der CDU bei den vergangenen Bundestagswahlen gegeben. Trotzdem sei der Tag für die Partei interessant gewesen, denn die Debatten hätten gezeigt, dass die Partei nach 18 Jahren Merkel wieder „das Laufen lerne“.

Eine andere Sicht bietet Florian Gathmann im SPIEGEL. Er lobt Merkel weder, noch kritisiert er sie. Stattdessen bezieht Gathmann eine Zwischenposition. Das liest sich so: Noch folge die Partei Merkels Führung. Allerdings hätte nicht ihre Politik, sondern clevere Personalentscheidungen die Abstimmung über den Koalitionsvertrag begünstigt. „Fürs erste kann Angela Merkel zufrieden durchatmen“, sie sie sei nochmal davongekommen.

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Jeden Montag- bis Freitagmorgen um 7 Uhr erscheint an dieser Stelle der Perspektivwechsel am Morgen. Hier finden Sie täglich einen Artikel, der zu einem aktuellen Tagesthema eine alternative Sichtweise bietet. Wenn Sie tiefer einsteigen möchten, stöbern Sie gerne in unseren ausführlichen ​Debattenübersichten. ​

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