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Haben wir die Kurden verraten?
Haben wir die Kurden verraten?
( Link zum Originalbild | Urheber:Kurdishstruggle | Flickr | CC BY 2.0 )

Das Argument in Kürze:

Viele Journalisten hierzulande vertreten die Ansicht, der Westen, inklusive der deutschen Regierung, habe die Kurden verraten. Im Kampf gegen den IS haben kurdische Milizen die Regierungen im Westen unterstützt. Nun, da die Kurden von der Türkei angegriffen werden und selbst Unterstützung bräuchten, schaut der Westen zu. In einem aktuellen Beitrag für das IPG-JOURNAL erörtert der freie Journalist Lars Hauch die Schuldfrage. Und er kommt zu dem Schluss: Der Westen hat die Kurden nicht verraten.

Was der Westen nicht gemacht hat

Afrin ist ein Sonderfall, schreibt Hauch. Die Enklave liegt getrennt von den restlichen Kurdengebieten. Darüber hinaus seien dort seit langem russische Soldaten stationiert, deshalb mische sich der Westen in dieser Enklave weniger ein.

Verraten habe man die Kurden auch deshalb nicht, weil nie versprochen wurde, sie im Angriffsfall zu verteidigen. Wahr sei, dass man die YPG seit dem Kampf um Kobanê mit Waffen beliefert hat. Damit wurde sie zur stärksten politischen Kraft in der Region.

Nicht wahr sei hingegen, dass man die Kurden nun pauschal fallen ließe. Als Erdogan beispielsweise verkündete, er wolle seine Truppen Richtung Irak schicken, besuchten amerikanische Offiziere demonstrativ einen ihrer Militärstützpunkte in der gefährdeten Region,

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