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Der Perspektivwechsel am Morgen: Selbstverteidigung oder gute Gelegenheit?
Der Perspektivwechsel am Morgen: Selbstverteidigung oder gute Gelegenheit?
(Originalbild: “Israel/ Desert Outpost” | Urheber: David Klein | Wikimedia Commons | CC BY-SA 2.0)

Der tägliche Blicke über den Tellerrand mit The Buzzard

Heute: Regierung vs. Medien

 

Guten Morgen,

am vergangenen Samstag schoss die syrische Luftwaffe einen israelischen Kampfjet ab. Zuvor sei, nach israelischen Angaben, eine iranische Drohne in israelischen Luftraum eingetreten. Daraufhin habe Israel mehrere syrische und iranische Stellungen in Syrien bombardiert. Damit kam es am vergangenen Wochenende zur direktesten Konfrontation zwischen Iran und Israel seit Ausbruch des Bürgerkriegs in Syrien vor sieben Jahren.

Der militärische Einfluss des Irans in Syrien gefährde, nach allgemeiner Ansicht, die Existenz Israels. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu sprach davon, dass sein Land Frieden anstrebe, sich aber gegen jede Form des Angriffs verteidigen werde. Der iranische Außenminister Bahram Qassemi hingegen dementierte gegenüber dem iranischen Auslandssender PressTV, dass es sich um eine iranische Drohne gehandelt habe und hält Israels Vorwürfe für „lachhaft“. Bislang lautet die offizielle Argumentation der Regierung, dass Israel nur von seinem Recht auf Selbstverteidigung Gebrauch gemacht habe, als es Stellungen in Syrien angriff. Der Iran hingegen betreibe eine Politik der „kalkulierten Eskalation“.

Wenige analysieren, dass der aktuelle Konflikt von Israel ausgegangen sein könnte. Auch in der Vergangenheit hat Israel mehrmals Ziele in Syrien angegriffen, Ziel waren dabei vor allem die Hisbollah-Milizen, die vom Iran finanziert werden. Daraus entstand bislang kein großer Konflikt. Amos Harel, Militäranalyst bei der israelischen Tageszeitung HAARETZ bietet eine alternative Sichtweise auf die Lage. Er stellt die Frage, ob die jetzige Eskalation in Zusammenhang mit der Rivalität zwischen den USA und Russland sowie dem Iran stehen könnte. Da Russland und der Iran den syrischen Machthaber Assad unterstützen, könnte Donald Trump Netanyahu grünes Licht gegeben haben, sich gegen den Iran zu engagieren.

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Jeden Montag-Freitagmorgen um 7 Uhr erscheint an dieser Stelle der Perspektivwechsel am Morgen. Hier finden Sie täglich einen Artikel, der zu einem aktuellen Tagesthema, eine alternative Sichtweise bietet. In unserem Archiv finden Sie darüber hinaus mehr Debattenübersichten zu diversen politischen Problemen.

Wer steckt dahinter?

Elena Reger
Kommt aus:ursprünglich aus Regensburg, jetzt Leipzig
Arbeitet für/als:Redakteurin bei The Buzzard
Was Sie noch wissen sollten:hat Internationale Politik und einige Sprachen in Regensburg, Madrid, Lissabon und Leipzig studiert. Wenn sie nicht immer so viel Zeitung gelesen hätte, wäre sie vielleicht doch Flamencotänzerin geworden.
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