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Der Perspektivwechsel am Morgen: Das Heimatministerium der Großen Koalition
Der Perspektivwechsel am Morgen: Das Heimatministerium der Großen Koalition

Der tägliche Blick über den Tellerrand mit The Buzzard.

Heute: Dominante Meinung vs. Minderheitenmeinung

Guten Morgen,

seit gestern ist es bekannt: Dem Bundesinnenministerium wird ein Heimatministerium eingegliedert. Horst Seehofer wird höchstwahrscheinlich als Innenminister künftig dafür zuständig sein. Laut CSU sollen so ländliche Gebiete besser repräsentiert werden.

Es dauerte nicht lange und zum aktuellen Reizwort Heimat und zur Personalie Seehofer nahm die Debatte in den sozialen Medien Fahrt auf. Auf Twitter wurde hämisch die „Bayerifizierung“ der Bundesrepublik eingeläutet, Florian Silbereisen für den Posten des Staatssekretärs vorgeschlagen und kritisiert: „#Digitalisierung? Wer braucht denn sowas? Wir gründen lieber ein #Heimatministerium.“ Arno Frank lieferte eine Glosse im SPIEGEL und Simone Peters (Grüne) twitterte „Um Himmels Willen NEIN“, mit dieser Entscheidung verliere sie allen Respekt vor der Großen Koalition. Darauf reagierte Armin Laschet, CDU-Politiker und Ministerpräsident von NRW: „Mit Verlaub: Ihr Tweet ist dämlich. Kommen Sie einmal nach Nordrhein-Westfalen und sehen Sie die Arbeit einer starken Heimat- und Kommunalministerin. @MHKBG_NRW. Schade, dass Grüne mit Heimat nichts anfangen können.“

Zwar stellten einige großen Medien ganze Twitterschauen zusammen und mahnende Stimmen erwähnten, dass es in den USA schon seit vielen Jahren ein Ministerium mit dieser Bezeichnung gibt, tiefergehend wurde das Thema allerdings nicht behandelt. Eine sachliche, kompakte Einschätzung zum Thema liefert daher der Text von Christian Erhardt-Maciejewski. In KOMMUNAL schreibt er im Nachgang zur Bundestagswahl: „Was Deutschlands Dörfer brauchen ist ein Digitalisierungsschub, kein neues Ministerium.“ Zudem seien die ländlichen Probleme „zu unterschiedlich, um für alle gleiche Antworten zu finden.“ Zwei Lösungsvorschläge notiert der Autor in seinem Text – eine neue Verwaltung? Braucht es dafür nicht.

Hier entlang zum Originalartikel.

Jeden Montag- bis Freitagmorgen um 7 Uhr erscheint an dieser Stelle der Perspektivwechsel am Morgen. Hier finden Sie täglich einen Artikel, der zu einem aktuellen Tagesthema eine alternative Sichtweise bietet. Zum Beispiel über das Mitgliedervotum der SPD, das nun die Entscheidung bringen wird, ob die Groko kommt oder nicht.

Wer steckt dahinter?

Clara Lipkowski
Kommt aus:Gebürtig aus Essen, aktuell in Bayern
Arbeitet für/als:Freie Journalistin
Was Sie noch wissen sollten:Lebte studiumsbedingt in Düsseldorf, Berlin und St. Petersburg. Nun berufsbedingt in München. Interessiert am politischem Weltgeschehen, Sprachen, Kultur und der russischen Weite.
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