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Der Perspektivwechsel am Morgen: Minister Martin Schulz?
Der Perspektivwechsel am Morgen: Minister Martin Schulz?

Der tägliche Blick über den Tellerrand mit The Buzzard.

Heute: Dominante Meinung vs. Minderheitenmeinung.

Hätte Martin Schulz nicht behauptet, er werde ganz klar nicht in eine Regierung Merkel eintreten, dann wäre es für ihn jetzt einfacher. Die Verhandlungen zwischen CDU/CSU und SPD sollen heute zum letzten Mal in die Verlängerung gehen. Und entgegen seiner Behauptung denkt Schulz nun doch darüber nach, ein Ministeramt in der Großen Koalition zu übernehmen.

Nun wächst der Druck von außen. Denn in der SPD ist man kein Fan von der Idee, dass Schulz jetzt Minister wird. Viele Parteigenossen raten Schulz wegen Glaubwürdigkeitsverlusten davon ab, einen Posten im neuen Kabinett zu bekleiden. Andere halten die Diskussion um die Personalie für überzogen, es gehe um sozialdemokratische Inhalte und nicht darum, ob Schulz Minister werde, oder nicht. Anders als die SPD, ist die deutsche Medienlandschaft eher einer Meinung in dieser Sache. Die Welt titelt: „Die Partei ist mit ihm durch“. Im SWR heißt es, Schulz solle auf sein Amt verzichten, wenn er seine Partei wirklich umgestalten wolle. Der Zickzackkurs von Martin Schulz, habe dem Ansehen seiner Partei geschadet, schreibt n-tv.

Angesichts dieser Einstimmigkeit sticht Nico Frieds Kommentar in der SÜDDEUTSCHEN ZEITUNG hervor. Fried argumentiert: Schulz als Minister müsste für die SPD nicht unbedingt ein Problem sein. Denn wenn die Sozialdemokraten akzeptieren würden, dass ihr Handeln nicht eigenes Versagen, sondern die Antwort auf das Versagen anderer sei, dann „bindet einen Parteichef Schulz auch keine Absage mehr, die er unter anderen Voraussetzungen gegeben hat.“

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Jeden Montag- bis Freitagmorgen um 7 Uhr erscheint an dieser Stelle der Perspektivwechsel am Morgen. Hier finden Sie täglich einen Artikel, der zu einem aktuellen Tagesthema eine alternative Sichtweise bietet. Wenn Sie tiefer einsteigen möchten, lohnt sich ein Blick in unsere ausführlichen Debattenübersichten.

Wer steckt dahinter?

Elena Reger
Kommt aus:ursprünglich aus Regensburg, jetzt Leipzig
Arbeitet für/als:Redakteurin bei The Buzzard
Was Sie noch wissen sollten:hat Internationale Politik und einige Sprachen in Regensburg, Madrid, Lissabon und Leipzig studiert. Wenn sie nicht immer so viel Zeitung gelesen hätte, wäre sie vielleicht doch Flamencotänzerin geworden.
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