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Der Perspektivwechsel am Morgen: Neue US-Atomstrategie
Der Perspektivwechsel am Morgen: Neue US-Atomstrategie
Der tägliche Blick über den Tellerrand mit The Buzzard.
Heute: Dominante Meinung vs. Minderheitenmeinung

 

Guten Morgen,

das US-Verteidigungsministerium hat seine jüngste Atomstrategie veröffentlicht. Darin wird die Regierung aufgefordert, weiterhin mehr Geld in die Entwicklung nuklearer Waffen zu investieren. Vor allem Russland und Nordkorea sollen mit der neuen Strategie abgeschreckt werden.

Nach der Veröffentlichung des neuen Strategiepapiers ist die Kritik in den Medien groß. Die Entwicklung neuer US-Waffen setze die falschen Signale und berge die Gefahr einer Aufrüstungsspirale, zitierte gestern die TAGESSCHAU Bundesaußenminister Sigmar Gabriel. Das russische Außenministerium äußerte sich „zutiefst enttäuscht“ und erklärte, der „kriegerische und antirussische Charakter“ des Pentagon-Papiers springe sofort ins Auge, berichtet SPIEGEL ONLINE. Auch China kritisiert den Strategiewechsel. Das Verteidigungsministerium in Peking erklärte, die Haltung der Vereinigten Staaten entspreche einer Mentalität aus dem Kalten Krieg, die hoffentlich aufgegeben werde.

Doch wie wird die neue US-Atomstrategie gerechtfertigt? Und was vielleicht noch interessanter ist: ist sie tatsächlich so neu? Der FORBES Journalist Loren Thompson vertritt eine Meinung, die im Medienecho wenig wahrgenommen wird: Trumps Atomstrategie und die Strategie des Pentagons seien im Grunde gar nicht neu, sondern eigentlich sehr ähnlich wie die von Obama. Auch unter Obama habe die USA viel Geld in die Weiterentwicklung atomarer Waffen investiert. „Reporters always focus on what’s new and Trump opponents want to believe he is dangerously out of control, but there isn’t much evidence of a change in the new strategy”, schreibt Thompson. Warum das so ist, erfahren Sie im Originalartikel.

Hier entlang zum Originalartikel.

Jeden Montag- bis Freitagmorgen um 7 Uhr erscheint an dieser Stelle der Perspektivwechsel am Morgen. Hier finden Sie täglich einen Artikel, der zu einem aktuellen Tagesthema eine alternative Sichtweise bietet. Wenn Sie tiefer einsteigen möchten, lohnt sich ein Blick in unsere ausführlichen Debattenübersichten.

Wer steckt dahinter?

Olga Osintseva
Kommt aus:Russland
Politische Position:Bezeichnet sich selbst als mitte-links
Arbeitet für/als:Arbeitet als Redakteurin bei The Buzzard und als Event- und Community-Managerin beim Strascheg Center For Enterpreneurship in München
Was Sie noch wissen sollten:Osintseva hat 2015 ihren Master in Politikwissenschaft an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg abgeschlossen. Sie kommt aus Russland und lebt mittlerweile seit vier Jahren in Deutschland.
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