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Der Perspektivwechsel am Morgen: Polens Holocaust-Gesetz
Der Perspektivwechsel am Morgen: Polens Holocaust-Gesetz

Der tägliche Blick über den Tellerrand mit The Buzzard.

Heute: Dominante Meinung vs. Minderheitenmeinung.

 

Guten Morgen,

die polnische Regierung wird heftig kritisiert: Der Senat hat das umstrittene „Holocaust-Gesetz“ verabschiedet. Wer von den Nazis errichtete Konzentrationslager in Polen als „polnische Vernichtungslager“ bezeichnet, muss mit hohen Geldstrafen und bis zu drei Jahren Gefängnis rechnen.

Die Kritiker sind entsetzt. Israels Premier Benjamin Netanjahu sprach von einem Versuch, die Geschichte zu ändern, wie die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG schreibt. Auch die USA haben das Gesetz kritisiert. Der TAGESSPIEGEL zitiert Heather Nauert, Sprecherin des US-Außenministeriums. Die US-Regierung befürchte, dass das Gesetz der historischen Debatte schaden könne. In Polen selbst gibt es Unterschriftenlisten gegen das Gesetz, wie die TAGESSCHAU berichtet. „Es ist eine verzweifelte Geste, um noch etwas vom Ruf Polens zu retten“, sagte ein Unterzeichner.

Wie aber verteidigen Menschen in Polen das Gesetz? Das kommt im internationalen Medienecho zu kurz. Denn Polens Regierung bekommt auch Zustimmung von der Bevölkerung, wie Umfragen zeigen. Diese Position haben wir ausgerechnet bei THE FORWARD gefunden, einem Magazin, das sich an amerikanische Juden richtet. Der Autor Marcin Makowski schreibt: „I’m Polish. My government has every right to fight for the truth.“ Polen kämpfe dagegen, für Deutschlands Kriegsverbrechen beschuldigt zu werden.

Hier entlang zum Originalartikel.

Jeden Montag- bis Freitagmorgen um 7 Uhr erscheint an dieser Stelle der Perspektivwechsel am Morgen. Hier finden Sie täglich einen Artikel, der zu einem aktuellen Tagesthema eine alternative Sichtweise bietet. Wenn Sie tiefer einsteigen möchten, lohnt sich ein Blick in unsere ausführlichen Debattenübersichten.

 

Wer steckt dahinter?

Katharina Mau
Kommt aus:München
Politische Position:interessiert sich für nachhaltigeres Wirtschaften und den ökologischen Fußabdruck
Arbeitet für/als:Freie Journalistin
Was Sie noch wissen sollten:Katharina dachte lange, sie sei zu introvertiert, um Journalistin zu werden. Inzwischen lernt sie an der Deutschen Journalistenschule und schreibt unter anderem für Jetzt.de, die dpa und Orange, das Jugendformat des Handelsblatts. Sie verzichtet auf Plastiktüten und kauft Bio-Käse, isst aber manchmal Avocados aus Chile.
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