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Warum es in Japan keine Rechtspopulisten gibt
Warum es in Japan keine Rechtspopulisten gibt

Das Argument in Kürze:

Populisten nutzen meist gesellschaftliche Feindbilder – häufig gegenüber kulturellen oder politischen Eliten – für ihre Ziele aus. Japan scheint allerdings gegen populistische Politik immun zu sein. Die Gründe dafür sieht der anglo-niederländische Journalist Ian Buruma vor allem in der japanischen Wirtschaftspolitik, die sich gegen neoliberale Einflüsse und die Globalisierung sperrt. Ein weiterer Faktor sei die egalitäre Kultur Japans, in der sich Menschen weniger über Ruhm und Reichtum definieren, sondern darüber, eine bestimmte Rolle in der Gesellschaft zu haben.

Die Eliten sind schuld

Buruma führt den Erfolg populistischer Politik auf umfassende und offensichtliche Ungleichheiten in der Gesellschaft zurück – insbesondere in den Bereichen Finanzen, Bildung und Kultur. In Europa und den USA messen wir unseren Wert als Mensch am individuellen Erfolg, also an materiellen Kategorien wie Reichtum, Berühmtheit oder unseren Einflussmöglichkeiten, meint er. Fühlen sich Menschen davon ausgeschlossen, entstehe oft das Gefühl der Demütigung und Verzweiflung. Schuld sind für viele die politischen und wirtschaftlichen Eliten, von denen sie sich verraten fühlen. Hinzu komme, dass diese Oberschicht ihren Erfolg zur Schau trage. Dies sei ein Nährboden, auf dem Ressentiments entstehen und gedeihen können.

Solidarität statt Selbstdarstellung

Materielle Selbstdarstellung sei in Japan verpönt,

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