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Populismus ist die beste Medizin für unsere träge Demokratie
Populismus ist die beste Medizin für unsere träge Demokratie

Das Argument in Kürze:

Wenn etablierte Parteien träge werden, können Populisten nützlich sein, sagt Philosophie-Professor Francis Cheneval im Interview mit dem SRF (Schweizer Radio und Fernsehen). Als Sprachrohr für vernachlässigte Schichten seien die Populisten Zeichen einer funktionierenden Demokratie.

Erst ein Zuviel an Populismus schadet der Demokratie

Laut Cheneval kommt es beim Populismus – wie bei so vielen Dingen – auf die richtige Dosis an. Zu viel sei Gift für die Demokratie. Bis zu einem bestimmten Grad könne er aber durchaus nützlich sein.

Das Zuviel sei dann erreicht, wenn Populisten die Institutionen so verändern, dass sie nicht mehr abgewählt werden können – oder wenn sie Grundrechte untergraben. Das sei in Polen, Ungarn oder Venezuela zu beobachten. Solange die Demokratie funktioniere, würden die Populisten wieder abgewählt, wenn sie Probleme nicht lösen können.

Hilfreich sei Populismus, weil er die Regierung herausfordere. Teilweise würden etablierte Parteien zu lange regieren und dadurch faul werden. Zum Beispiel in den USA: Dort hätten die Demokraten den Kontakt zu ganzen Wählerschichten verloren. Populisten könnten neue Repräsentanten für diese Schichten sein.

Neben der politischen Trägheit sieht Cheneval auch strukturelle Gründe für den Vormarsch des Populismus – zum Beispiel die Globalisierung und die Digitalisierung.

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