Zurück zur Übersicht
Populismus ist antidemokratisch
Populismus ist die beste Medizin für unsere träge Demokratie

Das Argument in Kürze:

Populisten zeichnen sich durch ihre antipluralistische Haltung aus, sagt Jan-Werner Müller im Interview mit ZEIT WISSEN. Sie sähen sich als einzig legitime Vertreter des „wahren Volkes“. Populismus sei deshalb per se antidemokratisch.

Populisten kennen den Volkswillen, ohne danach fragen zu müssen

Müller beschreibt die Rhetorik eines Populisten so: „Wer gegen ihn ist, ist automatisch nicht Teil des wahren Volkes und zählt damit moralisch und vor allem auch politisch nicht.“ Erst dieser Ausschluss aufgrund eines Alleinvertretungsanspruchs mache jemanden zum Populisten – nicht die anti-elitäre Haltung oder fremdenfeindliche Äußerungen.

Um sich selbst zu legitimieren, würden Populisten eine bestimmte Taktik nutzen:

Sie behaupten, es gebe einen einzig wahren Volkswillen. Sie sagen, dieser sei bisher von den Eliten unterdrückt worden. Sie behaupten, sie selbst brächten den Willen zur Geltung, erfüllten also den Auftrag des Volks.

Dass die Populisten auf den ersten Blick die Sprache der Demokratie nutzen, mache sie gefährlich. Sie fordern zum Beispiel mehr Volksbefragungen und Referenden. Ihre Sicht des Volkswillens würden sie aber nicht aus der Realität ableiten. Populisten geben vor, den Willen des Volkes schon zu kennen.

Warum wir diesen Artikel empfehlen:

In der Einleitung zu seinem Essay „Was ist Populismus?“ kritisiert Müller,

Möchten Sie die ganze Bandbreite haben?

Jetzt einen Monat The Buzzard PRO kostenfrei testen und direkt weiterlesen!

Probemonat beginnen Schon dabei? Anmelden
Bitte anmelden um Zugriff auf diese Seite zu erlangen.
Lies The Buzzard ab sofort in deinem E-Mail Postfach. Nein danke

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.