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Wer zum Thema Familiennachzug raus aus seiner Filterblase möchte, bitte hier entlang
Ohne Familie ist die Integration schwieriger

Unabhängig davon, wie die Koalitionsverhandlungen ausgehen, eines ist jetzt schon klar: Den meisten Syrern wird verwehrt bleiben ihre Familien bald wiederzusehen. Ist eine so strenge Politik wirklich gerechtfertigt? Jeder, der den Kopf schüttelt, sollte weiterlesen. 

Manche sagen, der Streit gehe nun erst richtig los. Während die Union das Sondierungspapier beim Familiennachzug wenn überhaupt nur nachverhandeln möchte, betont die SPD, die Verhandlungen würden gerade erst beginnen. Das Ergebnis dieser Wortklauberei hat für viele Geflüchtete ganz reale Auswirkungen. Bisher hatte die SPD durchgesetzt, dass pro Monat 1000 Angehörige subsidiär Geschützter nachziehen dürfen. Jetzt fordert sie eine Härtefallregelung, die darüber hinausgeht. Damit bleibt die Zukunft für viele syrische Väter hierzulande sehr unklar. Viele hatten auf den März 2018 gehofft, hatten darauf gepocht, dass der Nachzug dann wieder möglich wird. Nun haben die Sondierungsgespräche diese Hoffnungen größtenteils zerschlagen: Selbst wenn Härtefälle genehmigt werden sollten, ein Großteil der syrischen Flüchtlinge wird die Familie nicht nachholen dürfen.

Wir von The Buzzard haben uns deshalb die Frage gestellt: „Gibt es denn tatsächlich gute Gründe, den Familiennachzug zu verbieten?“ Um aus einer linksliberalen Filterblase rauszukommen, empfehlen wir den Gastkommentar des CSU-Politikers Stephan Mayer bei TAGESSPIEGEL CAUSA. Mayer begründet, warum Familiennachzug menschenfreundlich sei: Die deutsche Gesellschaft könne Zuwanderer nicht unbegrenzt integrieren. Man dürfe die Kommunen nicht überfordern und die Akzeptanz der Bevölkerung für das Asylsystem nicht gefährden. Nur so könne man den gesellschaftlichen Zusammenhalt gewährleisten.

Ein passendes Gegenargument findet sich in einem Artikel von Helene Hauser. Die Juristin erläutert im GRUNDMENSCHENRECHTSBLOG, was oft in den Leitmedien nicht in der Tiefe erläutert wird. Sie macht nicht nur klar, warum diese CSU-Politik de-facto illegal ist. Sondern sie zeigt auch auf, an welchen Stellen das Verbot gegen Grundgesetz, Völkerrecht und EU-Richtlinien verstoße.

Weitere kontroverse Perspektiven gibt es in unserer Meinungsübersicht. Vier Perspektiven schenken wir allen, die sich kostenlos bei The Buzzard anmelden.

Wer steckt dahinter?

Katharina Mau
Kommt aus:München
Politische Position:interessiert sich für nachhaltigeres Wirtschaften und den ökologischen Fußabdruck
Arbeitet für/als:Freie Journalistin
Was Sie noch wissen sollten:Katharina dachte lange, sie sei zu introvertiert, um Journalistin zu werden. Inzwischen lernt sie an der Deutschen Journalistenschule und schreibt unter anderem für Jetzt.de, die dpa und Orange, das Jugendformat des Handelsblatts. Sie verzichtet auf Plastiktüten und kauft Bio-Käse, isst aber manchmal Avocados aus Chile.
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