Zurück zur Debattenübersicht
Die Zahlen zeigen: Der Nachzug wäre für Deutschland keine allzu große Belastung
Die Zahlen zeigen: Der Nachzug wäre für Deutschland keine allzu große Belastung

Henkel-Waidhofers Argument in Kürze:

Die Journalistin Johanna Henkel-Waidhofer kritisiert an der Debatte um Familiennachzug, dass mit falschen Zahlen hantiert und so das Thema unnötig dramatisiert wird. “Es wird fingiert und polemisiert, Tatsachen werden verdreht, Mondzahlen präsentiert und seriöse Untersuchungen angezweifelt” schreibt die Autorin im November 2017. Wenn in der Bild-Zeitung etwa die Rede von rund 267 500 Nachzüglern sei, die nach Deutschland kommen könnten, sei dies schlicht falsch. Eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) habe gezeigt, dass die Zahl bei 50 000 bis 60 000 liegt. Das wiederum erklärt sich damit, dass viele Geflüchtete ledig sind oder die Familien bereits in Deutschland leben.

Die CDU steht nicht für ihre Werte ein

Henkel-Waidhofer kritisiert scharf, dass gerade die Union immer wieder christliche Werte betone, diese aber in der Debatte völlig ausgeklammert würden und politischen Kalkül weichen müssten. Zwar heiße es im Grundsatzprogramm der CSU, „Ursprung jeder Gemeinschaft ist die Familie”, das aber gelte wohl nur für die deutsche oder bayerische Familie, meint sie. Thomas de Maizières (CDU) Rechtfertigung, man verhindere mit dem Stopp, dass die Aufnahmesysteme im Land überlastet würden und vermeide Anreize, sich auf die gefährliche Flucht zu machen, hält die Autorin für überzogen.

Möchten Sie weiterlesen?

Jetzt einen Monat The Buzzard Premium kostenfrei testen und direkt weiterlesen!

Premium-Abo testen Schon dabei? Anmelden
Bitte anmelden um Zugriff auf diese Seite zu erlangen.
Lies The Buzzard ab sofort in deinem E-Mail Postfach. Nein danke

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.