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Die Debatte um Familiennachzug ist nicht neu in Deutschland
Die Debatte um Familiennachzug ist nicht neu in Deutschland
( Link zum Originalbild | Autor: Lehmann, Thomas | Wikimedia Commons | CC-BY-SA 3.0)

Lufts Beitrag in Kürze:

Ende der 1950er Jahre erfuhr die deutsche Nachkriegswirtschaft einen erheblichen Aufschwung. Weil es mehr Arbeit als Arbeiter gab, wurden ab 1955 Menschen aus strukturschwächeren Ländern angeworben, unter anderem aus der Türkei. Heute leben knapp drei Millionen Menschen mit türkischem Hintergrund in Deutschland. Ein großer Teil von ihnen kam ab 1961 als sogenannte „Gastarbeiter“ in die Bundesrepublik. Viele Familienangehörige folgten den überwiegend männlichen Arbeitern daraufhin in den 70er und 80er Jahren. Möglich war das im Zuge des Familiennachzugs respektive der Familienzusammenführung. Interessant dabei ist: trotz oder womöglich gerade wegen eines „Anwerbestopps“ ausländischer Arbeitskräfte, nahm der Familiennachzug signifikant zu.

Die Immigration türkischer „Gastarbeiter“ und deren Familien – eine kurze Retrospektive

Nach dem zweiten Weltkrieg boomte die (west-)deutsche Wirtschaft. Der Marshallplan, die Währungsreform und die Einführung der sozialen Marktwirtschaft sorgten in Westdeutschland für ein regelrechtes Wirtschaftswunder. Die Nachfrage nach Arbeitskräften stieg zu dieser Zeit enorm. Dies trieb die Arbeitslöhne in die Höhe, wodurch schließlich höhere Kosten auf die Arbeitgeber zukamen. Um diesen Kostenanstieg zu verhindern oder zumindest einzudämmen, „importierte“ man Arbeitnehmer aus dem Ausland. Die Bundesregierung schloss dafür Anwerbeabkommen unter anderem mit Italien, Griechenland, Spanien, Portugal und der Türkei, von wo die meisten „Gastarbeiter“ kamen.

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