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Fünf Buzzard-Editionen aus 2017, die uns besonders in Erinnerung blieben
Fünf Buzzard-Editionen aus 2017, die uns besonders in Erinnerung blieben

2017 war eine Achterbahnfahrt der Gefühle: Von großen Glücksgefühlen, Sinn und Euphorie bis hin zu einem bis dato unbekannten Gefühl der Unsicherheit und existentiellen Sorgen beim Sprung ins kalte Wasser des Unternehmertums. Was bei all dem Auf und Ab bleibt, ist ein gewisser Stolz über unsere Recherchen des vergangenen Jahres und die Gewissheit, dass ich in diesem Jahr seit Erscheinen der Erstausgabe von The Buzzard am 24. Februar 2017 unglaublich viel dazugelernt habe.

An dieser Stelle möchte ich Ihnen deshalb fünf der mittlerweile 33 Ausgaben von The Buzzard ans Herz legen, die Sie vielleicht verpasst haben und die unsere Redaktion besonders lesenswert fand.

 

1. Ist der Kampf der ostukrainischen Separatisten legitim?

Erschienen am 9. März 2017

Empfehlung von Dario Nassal:

Im März haben wir uns bei The Buzzard intensiv mit der Ukraine-Krise auseinandergesetzt. Das war für mich eine ganz besonders lesenswerte Debatte, denn die Situation in der Ukraine wird in Deutschland fast ausschließlich aus einer pro-europäischen, pro-westlichen Perspektive dargestellt. Wir entdeckten Stimmen wie die des ukrainischen Bloggers Ruslan Kotsaba, der zeigt, wie korrupt die Zentralregierung in Kiew ist, der beschreibt, dass eben nicht nur die prorussischen Separatisten schuld sind am Krieg, sondern auch die Männer des ukrainische Präsidenten Poroschenko, die Menschenrechtsverletzungen begehen und Pressefreiheit vehement unterdrücken.

Perspektiven wie diese decken blinde Flecken in der deutschen Medienlandschaft auf, zeigen uns, dass die Welt niemals einfach nur schwarz-weiß ist, dass wir genauer hinschauen müssen und beiden Seiten einer Debatte zuhören sollten, um gut informiert zu sein.

Die Regierung in Kiew verwandelt sich in einen totalitären Staat und begeht Menschenrechtsverletzungen

2. Sind Nordkoreas Raketentests und Atompolitik eine Gefahr für die Welt?

Erschienen am 30. Juni 2017

Eine Empfehlung von Felix Friedrich:

Im Sommer 2017 gab es ein Thema, das viele Menschen in Deutschland bewegt hat – und auch heute noch immer brandaktuell ist: die militärische Aufrüstung Nordkoreas und die Reaktion von US-Präsident Donald Trump, der Machthaber Kim Jong-un in Pjöngjang immer offener mit einem Militärschlag drohte. Für viele im Westen besteht der Konflikt aus einer recht simplen Logik: Nordkorea sind die Bösen, da sie atomar aufrüsten, und sind daher brandgefährlich. Kim Jong-un sei als verrücktem Tyrann das Schlimmste zuzutrauen und diplomatische Lösungen könnten demnach kaum funktionieren.

Doch unsere Meinungsübersicht aus dem Juni über die Positionen von internationalen Militärexperten und Journalisten zeichnet ein etwas anderes Bild: Nicht alle sehen die Schuld einzig bei Nordkorea. Und überhaupt: Pjöngjangs Machthaber sei weniger irre, als die meisten denken. US-Politikberater Sheldon Richman zum Beispiel findet, Nordkorea fahre eine rationale Strategie, um an der Macht zu bleiben. An einer echten militärischen Auseinandersetzung haben sie kein Interesse. Zwar bin ich nach der Recherche und Lektüre dieser Übersicht keinesfalls ein Freund des nordkoreanischen Regimes geworden, allerdings haben mir die Perspektiven renommierter Militärstrategen die Augen geöffnet, dass wir in diesem Konflikt zu schnell urteilen und diplomatische Lösungen keineswegs vom Tisch sind.

Sind Nordkoreas Raketentests und Atompolitik eine Gefahr für die Welt?

 

3. Sollten wir ein Bedingungsloses Grundeinkommen einführen?

Erschienen am 21. Juli 2017

Eine Empfehlung von Oliver Haupt:

Betrachtet man die vielseitigen Debattenthemen der vergangenen Monate, lag mir persönlich das Thema Bedingungsloses Grundeinkommen sehr am Herzen. Medial wird noch recht zurückhaltend und vorsichtig darüber debattiert. Dennoch polarisiert diese Problematik wie kaum eine andere. Immer mehr Jobs können mittlerweile von Maschinen ausgeführt werden – Tendenz: rasant steigend. Zudem schürt die wachsende soziale Ungleichheit immer mehr Unmut in der Gesellschaft. Die Art, wie wir heute arbeiten, wird überholt werden (müssen) – möglicherweise ist das BGE ein tauglicher Anfang.

Sollten wir ein Bedingungsloses Grundeinkommen einführen?

 

4. Ist ein beschleunigter Kohleausstieg notwendig?

Erschienen am 27. Oktober 2017

Eine Empfehlung von Katharina Mau:

Beim Bürgerentscheid in München musste ich ein Kreuzchen setzen: Möchte ich, dass der Kohleblock im Heizkraftwerk in Unterföhring bis 2022 abgeschaltet wird? Die Debatte zum Kohleausstieg auf „The Buzzard“ hat mir dabei geholfen, die unterschiedlichen Positionen zu verstehen und für mich eine Entscheidung zu treffen. Weil mich dieser Mehrwert begeistert hat, schreibe ich seit kurzem selbst für „The Buzzard“.

Ist ein beschleunigter Kohleausstieg notwendig?

 

5. Hat Katalonien ein Recht auf einen eigenen Staat?

Erschienen am 3. November 2017

Eine Empfehlung von Elena Reger:

Das Ergebnis der Wahlen zum katalanischen Regionalparlament am 21. Dezember hat mich überrascht. Gerade deshalb erscheinen mir die Artikel und Hintergrundanalysen zum Katalonienthema rückblickend immer noch, oder wieder, relevant. Neben dem Beitrag zur Verfasstheit des spezifisch katalanischen Nationalismus von Vicenç Navarro sind in diesem Zusammenhang auch die Gedanken zu den Vorteilen und Gefahren regionaler Unabhängigkeitsbestrebungen für
die Zukunft europäischen Regierens interessant. Die Debatte über Katalonien und Separatismus weltweit geht weiter – hoffentlich auch bei The Buzzard.

Ein eigener Staat für Katalonien?

 

Welche war Ihre Lieblingsausgabe? Teilen Sie gerne Ihre Meinung mit uns in den Kommentaren.

Viel Spaß bei der Lektüre und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Wer steckt dahinter?

Felix Friedrich
Kommt aus:Berlin, Deutschland
Politische Position:Freund des liberalen Egalitarismus nach John Rawls
Arbeitet für/als:Geschäftsführer und Mitgründer von TheBuzzard.org
Was Sie noch wissen sollten:Felix Friedrich hat im Bachelor Politikwissenschaft in Mannheim und Dublin und im Master Politische Philosophie in Barcelona studiert. Er hat als politischer Blogger für das progressive Blogger-Kollektiv „DieFreiheitsliebe.de“ geschrieben sowie diverse Praktika und freie Mitarbeiten im Journalismus, unter anderem beim Mannheimer Morgen, Phoenix und RTL Hessen absolviert.
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