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In unserer Gesellschaft läuft etwas schief
In unserer Gesellschaft läuft etwas schief

Novys Argument in Kürze:

Andreas Novy forscht an der WIRTSCHAFTSUNIVERSITÄT WIEN. Er findet: Unser Konsumverhalten macht uns unglücklich und zerstört den Planeten. Verzicht dürfe daher nicht ein Phänomen der Eliten bleiben. Wir müssen als Gesellschaft umdenken.

Wir brauchen ein neues Bild von Fortschritt

Novy ist der Meinung, dass unsere Bedürfnisse in den westlichen Industriestaaten größtenteils über Konsum definiert werden. Der Grund dafür sei historisch: Im 19. Jahrhundert seien kapitalistische Konsumgüter der Luxus einiger weniger Privilegierter gewesen, im 20. Jahrhundert erreichten dann die Früchte des Kapitalismus die Massen: Die breite Bevölkerung konnte sich nun Fernseher und Waschmaschinen kaufen. Seither stehe Konsum für sozialen Fortschritt. Das sei ein riesiges Problem, „weil Konsum vom Materialverbrauch schwer zu entkoppeln ist“, sagt der Wirtschaftswissenschaftler. Sieben Milliarden Menschen könnten nicht nach den Standards des Westens leben.

Man müsse als Gesellschaft nun umdenken: Lebensqualität dürfe nicht mehr so stark über Konsum definiert werden. „Das ist nur möglich, wenn Bereiche wie Beziehungen, Freundschaft und Freizeit an Bedeutung gewinnen“, so Novy im Interview mit Der Standard.

Verzicht darf kein Phänomen der Eliten bleiben

Seit 200 Jahren, seit Konsumgesellschaft und Kapitalismus vorherrschen, gibt es Aussteiger. Romantiker, im 19.

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