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Was die SPD von der Labour Party lernen sollte
Was die SPD von der Labour Party lernen sollte
(Foto: Sophie Brown | Wikimedia Commons | CC BY-SA 4.0 )

Bergers Argument in Kürze:

Der Journalist Jens Berger entdeckt in der jüngeren Parteigeschichte der SPD Parallelen zur englischen Schwesterpartei Labour. Die Labour Party hatte in den vergangenen Jahren ähnlich wie die SPD mit stetig sinkenden Wählerstimmen zu kämpfen. Das Ergebnis dieser Entwicklung waren schließlich historisch schlechte Wahlergebnisse für beide Parteien.

Der große Unterschied besteht aber darin, wie SPD und Labour mit ihren Niederlagen jeweils umgegangen sind. Die Labour Party ist politisch nach links geschwenkt und mittlerweile wieder sehr beliebt: In Umfragen lag sie nach den knapp verlorenen Unterhauswahlen im September diesen Jahres klar vor Theresa Mays Conservative Party. Der SPD dagegen steht orientierungslos da: Uneins darüber, ob man die negativen Erfahrungen aus den letzten Jahre ignorieren sollte und erneut mit der Union in eine Große Koalition gehen. Oder, ob man in der Rolle als Oppositionsführer doch eine tiefgreifende Umstrukturierung wagen sollte. Jens Berger mahnt, wenn die Partei nicht ihren eigenen Untergang besiegeln möchte, sollten sich die Sozialdemokraten ein Beispiel an ihren englischen Kollegen nehmen.

Kollektive Ideenlosigkeit statt Aufbruchstimmung

Der Abstieg der SPD begann unter Gerhard Schröder, erklärt Berger. Unter ihm entwickelte sich die altehrwürdige Arbeiterpartei SPD zu einer neoliberalen Klientelpartei. Wie sein englischer Amtskollege Tony Blair brach Schröder radikal mit den sozialdemokratischen Wurzeln der Partei.

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