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Deshalb gibt es den Jemen-Krieg
Deshalb gibt es den Jemen-Krieg

Vogls Beitrag in Kürze:

In der medialen Berichterstattung wird der nun schon mehrere Jahre andauernde Konflikt im Jemen häufig als Stellvertreterkrieg zwischen Saudi-Arabien und Iran dargestellt. Die eigentlichen Hintergründe bleiben laut Andreas Vogl dabei zumeist unklar. Der Jemen sei viel eher das Opfer seiner eigenen Machthaber und Geschichte als der Schauplatz eines reinen Stellvertreterkrieges.

Eine Geschichte unvereinbarer Differenzen

Grundsätzlich resultieren die anhaltenden Auseinandersetzungen im Jemen aus einer Aufspaltung, die die politische Situation des Landes bis heute prägt. Schon geografisch teilt sich das Land in den gebirgigen Norden sowie in den flachen Süden auf. Diese geografische Zweiteilung hat auch zu weitreichenden Unterschieden in Kultur und Politik geführt. Und innerhalb dieser Aufteilung zwischen Nord und Süd wiederum gibt es verschiedene Stämme, die sich feindlich gegenüber stehen.  Dabei prallen vor allem religiöse Gegensätze aufeinander, die seit jeher wiederholt gewaltsam ausgetragen wurden. Bis 1990 war der Jemen sogar für knapp 30 Jahre in zwei voneinander unabhängige Staaten getrennt.

Die Konstellation im Jemen ist also schon immer sehr kompliziert gewesen. Um in dieser Situation politisch handlungsfähig zu bleiben, bedarf es eines überaus fähigen Staatsoberhauptes. Bis 2011 war das Ali Abdullah Saleh. Sein Staatsapparat beruhte auf einem Patronagesystem.

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